28.07.2013 18:43 |

Sonntagsspiel

0:2 - Sturm Graz verliert auch gegen Aufsteiger Grödig

Drei Tage nach dem blamablen Aus in der Europa League gegen den isländischen Klub Breidablik kassierte Sturm Graz am Sonntag in der zweiten Runde der tipp3-Bundesliga gegen Aufsteiger Grödig eine 0:2-Heimniederlage. Die "Blackies" müssen damit weiter auf den ersten Pflichtspielsieg in der neuen Saison warten und wurden beim Gang in die Kabine mit gellenden Pfiffen verabschiedet.

Matchwinner für die spielerisch durchaus ebenbürtigen Gäste war der 23-jährige Philipp Zulechner, der bei seinem zweiten Oberhaus-Einsatz nur kurz nach seiner Einwechslung die Grazer mit der Führung schockte (79.) und im Finish endgültig k. o. schoss (89.). Für die Grödiger, die nun schon bei vier Punkten halten, waren es die ersten Tore und auch der erste Sieg in Österreichs höchster Spielklasse.

Bei 45 Grad Celsius auf dem Spielfeld war Sturm die Verunsicherung deutlich anzumerken. Etwas mühsam kamen die Steirer in die Gänge, Grödig hingegen startete sichtlich ambitioniert. Die Salzburger, deren neuer isländischer Stürmer Sigurdsson noch auf der Tribüne saß, agierten spielerisch durchaus ebenbürtig, hatten mehr Ballbesitz, fanden aber abgesehen von einer etwas zu steilen Salamon-Flanke auf Trdina (6.) keine echten Chancen vor.

Kein Glück für Beric
Das klare Chancen-Plus arbeiteten die Hausherren heraus. "Wir wollen aggressiver im gegnerischen 16er sein", hatte Coach Darko Milanic gefordert. Dort tauchte sein Team erstmals in der 13. Minute auf: Beric schoss nur knapp am langen Eck vorbei, auch an den weiteren beiden Möglichkeiten in der ersten Hälfte war der Grazer Neo-Stürmer beteiligt. Kurz darauf traf der Slowene die Außenstange (19.), nach knapp einer halben Stunde legte er für Florian Kainz auf, der den Halbvolley aus 14 Metern aber klar über das Tor setzte (32.).

Grödig läutete die zweite Hälfte dann mit seiner ersten Chance ein, Elsneg beförderte aus sieben Metern im Heranrutschen den Ball neben das Tor (47.). Doch Sturm behielt die Ruhe, auch wenn die guten Möglichkeiten rar waren. So verpasste Wolf mit einem Schuss aus 17 Metern aus spitzem Winkel (55.) knapp das Tor, kurz darauf konnte Beric einen hohen Ball lediglich in de Arme von Fend köpfeln (56.), der Grödig-Goalie hielt auch einen schönen, aber zu zentrierten Volley von Wolf (66.). Die vergebenen Möglichkeiten sollten sich schließlich aber rächen.

Nur kurze Zeit nach seiner Einwechslung durfte der 23-jährige Zulechner jubeln, er verwertete eine hohe Tomi-Flanke von der Grundlinie knapp vor der Linie stehend mit dem Kopf zum 0:1 und machte mit seinem zweiten Treffer im Finish alles klar: Da meinte es bei seinem Köpfler aus rund 16 Metern aber auch Fortuna mit dem Stürmer gut.

Stimmen zum Spiel
Darko Milanic (Sturm-Trainer): "Wir haben sehr gute Chancen gehabt, schöne Konter ausgespielt. Das war ein guter Teil vom Spiel. In der zweiten Hälfte haben wir schon wieder eine Hundertprozentige durch Beric gehabt. Dann war die Mannschaft müde. Wir haben ja auch am Donnerstag viel nach vorne gespielt, das hat Kraft gekostet. Aber wenn wir die Chancen machen, dann gewinnen wir trotzdem. Wir brauchen jetzt keine Unruhe."

Adi Hütter (Grödig-Trainer): "Das ist ein Sensationssieg, ich bin sehr, sehr stolz auf die Mannschaft. Heute haben unsere Joker gestochen. Manchmal braucht man als Trainer auch das nötige Glück. Auch Tomi und Huspek haben neuen Schwung gebracht. Je länger das Spiel gedauert hat, desto besser haben wir es in den Griff bekommen."

Philipp Zulechner (Doppeltorschütze Grödig): "Mir geht es super, da kann man sich nur freuen. Beim zweiten Tor muss ich ehrlicherweise sagen, dass ich nur den Zweikampf gewinnen wollte."

Hölzl klappte zusammen
In der Halbzeit hatte Sturms Andreas Hölzl einen hitzebedingten Kollaps erlitten und musste nach Angaben von Klub-Arzt Athanasius Puskuris notfallmedizinisch behandelt werden, sein Kreislauf wurde mit Infusionen und Medikamenten stabilisiert. Man dürfe aber mit einer Rückkehr des Mittelfeldspielers "in ein paar Tagen" rechnen, erklärte Puskuris nach dem Match. Es sei grundsätzlich riskant, bei solchen Temperaturen Spitzensport zu betreiben, merkte der Mediziner an.

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