26.07.2013 16:42 |

Callgirl-Ring

"Gemeinschaftliche Zuhälterei": Klage gegen Strauss-Kahn

In der Affäre um einen Callgirl-Ring wird Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn vermutlich der Prozess gemacht. Der 64-Jährige soll wegen "schwerer gemeinschaftlicher Zuhälterei" vor Gericht gestellt werden, teilte die Staatsanwaltschaft im nordfranzösischen Lille am Freitag mit. Bei den Vorwürfen geht es um Sex-Partys mit Prostituierten, an denen neben Strauss-Kahn auch ranghohe Polizisten und Geschäftsmänner teilnahmen.

Strauss-Kahn bestreitet nicht, bei den Sex-Partys in Luxushotels in den Jahren 2009 bis 2011 dabei gewesen zu haben. Der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds will aber nicht gewusst haben, dass es sich bei den Frauen um Prostituierte handelte. Laut Medienberichten besteht auch der Verdacht, dass Strauss-Kahn die Partys mitorganisierte, die vor allem in Paris und Washington stattfanden.

Untersuchungsrichter gegen Einstellung des Verfahrens
Mitte Juni hatte die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens gegen den Ex-IWF-Chef und einstigen Hoffnungsträger von Frankreichs Sozialisten beantragt. Gegen Strauss-Kahn läge nicht genug belastendes Material vor. Die ermittelnden Untersuchungsrichter sahen das aber offenbar anders und erhoben nun Anklage. Die Staatsanwaltschaft könnte dagegen Rechtsmittel einlegen. Derzeit ist nicht bekannt, ob sie das tut.

Strauss-Kahns Anwalt sagte in einer ersten Reaktion, er und sein Mandant sähen einem Strafprozess "gelassen" entgegen. Dieser werde zeigen, dass die Zuhälterei-Vorwürfe "absurd und widersinnig" seien. Neben Strauss-Kahn soll zwölf weiteren Verdächtigen der Prozess gemacht werden. Auch bei ihnen lautet der Vorwurf auf "schwere gemeinschaftliche Zuhälterei".

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