Die blau-schwarzen Regierungsverhandlungen drohen an der Ressortverteilung zu scheitern. FPÖ und ÖVP richten sich dabei in ungewöhnlicher Manier Unfreundlichkeiten über die Medien aus. Sind die Forderungen der FPÖ überzogen? Die „Krone“ hat sich frühere Koalitionsverhandlungen angesehen.
Bei der historischen Nationalratswahl 1999 waren ÖVP und FPÖ mit jeweils 26,91 Prozent (es trennten sie nur 415 Stimmen!) gleich stark. Die SPÖ war mit 33,15 Prozent Erste geworden, wurde aber von Wolfgang Schüssel auf die Oppositionsbank geschickt. Der ÖVP-Chef überließ damals der FPÖ den Finanzminister – das wurde ein gewisser Karl-Heinz Grasser. In der zweiten Auflage des Schüssel-Kabinetts war dieser zur ÖVP gewechselt und die FPÖ nach internen Querelen deutlich geschwächter.
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