Nach den Vereinigten Staaten hat nun auch Argentinien seinen Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt gegeben. Dies teilte der Sprecher des argentinischen Präsidenten Javier Milei, Manuel Adorni, mit.
Als Grund nannte er „tiefgreifende Differenzen in Bezug auf das Gesundheitsmanagement, insbesondere während der (Corona-)Pandemie“. Zudem wolle Argentinien nicht zulassen, „dass eine internationale Organisation in unsere Souveränität eingreift“.
Herbe Vorwürfe an WHO
Der Schritt erfolgt wenige Wochen, nachdem US-Präsident Donald Trump per Dekret den Austritt der USA aus der WHO angeordnet hatte. Trump hatte die Organisation bereits in seiner ersten Amtszeit kritisiert und ihr vorgeworfen, zu Peking-freundlich zu sein. Während der Corona-Pandemie fror er die US-Zahlungen an die WHO ein und erklärte den Austritt. Sein Nachfolger Joe Biden machte diese Entscheidung jedoch vor ihrem Inkrafttreten rückgängig.
Bewunderer Trumps macht es ihm gleich
Javier Milei, der als Bewunderer Trumps gilt, war einer der wenigen ausländischen Staats- und Regierungschefs, die zur Amtseinführung Trumps am 20. Januar eingeladen waren. Die USA sind der größte Geldgeber der WHO. Ihr Austritt wird voraussichtlich eine erhebliche finanzielle Lücke in der Organisation hinterlassen und könnte deren Fähigkeit beeinträchtigen, auf globale Gesundheitskrisen zu reagieren.
Ob Argentinien dem Beispiel der USA vollständig folgen und den Austritt formell vollziehen wird, bleibt abzuwarten. Die Entscheidung könnte weitreichende Folgen für das Gesundheitswesen des Landes und dessen internationale Zusammenarbeit haben.
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