03.07.2013 09:09 |

Schwere Attacke

Viertel des Kopfes fehlt: 58 Mio. Dollar für US-Prügelopfer

Das Opfer einer Wirtshausschlägerei in den USA bekommt für seine schweren Hirnschäden 58 Millionen Dollar (rund 44,5 Millionen Euro) Entschädigung. Ein Gericht im kalifornischen Torrance sprach dem 43-jährigen Antonio Lopez Chaj die Millionensumme als Schmerzensgeld und für medizinische Versorgung zu. Er verlor bei der Prügelattacke Teile seines Schädels und seines Gehirns.

Der Einwanderer war im Jahr 2010 von einem Türsteher eines Gasthauses fast zu Tode geprügelt worden. Chaj war mit Verwandten in einen Streit mit einem Barkeeper verwickelt. Der Türsteher griff daraufhin mit einem Schlagstock ein. Anwalt Federico Sayre zufolge trat und schlug der Täter brutal auf das Opfer ein und schmetterte dessen Kopf mehrfach gegen den Boden.

Opfer muss rund um die Uhr betreut werden
Seit dem brutalen Vorfall in dem Gasthaus kann Chaj nicht mehr sprechen und muss rund um die Uhr betreut werden. Dem früheren Anstreicher fehlt ein Viertel des Kopfes. Seinem Anwalt zufolge erkennt der Mann zwar Freunde und Familie, könne aber das Ausmaß des Gerichtsurteils vermutlich nicht begreifen. "Ich habe ihm erklärt, dass er nun für den Rest seines Lebens versorgt sei", sagte Sayre nach Angaben der "Los Angeles Times".

Der Angreifer ist unterdessen flüchtig, er verschwand vor Beginn des Zivilprozesses. Die Sicherheitsfirma, für die der Türsteher arbeitete, wurde zu der Schadensersatzzahlung verpflichtet. Sayre rechnet damit, dass die hohe Summe nach einem möglichen Berufungsverfahren niedriger ausfallen wird.

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