Die Identität jener stark verwesten und teils schon skelettierten Leiche, die vor eineinhalb Wochen in einem Garten im Tiroler Hall gefunden worden war, konnte zwar geklärt werden – die Todesursache ist aber nach wie vor ein Rätsel. „Wir ermitteln in alle Richtungen, können nichts ausschließen“, so der Chefermittler. Der Fall bleibt ein wahrer Krimi!
Es muss ein Schock gewesen sein! Eigentlich war der Bewohner des betroffenen Anwesens am Montag, dem 20. Jänner, um die Mittagszeit auf der Suche nach seiner Katze. Letztlich fand der Mann in einem schwer zugänglichen und schwer einsehbaren Bereich des Gartens eine Leiche – konkret: die sterblichen Überreste eines Menschen!
DNA-Abgleich löste Rätsel um Identität
Identität und Todesursache waren zunächst völlig unklar. Auch eine Obduktion an der Innsbrucker Gerichtsmedizin brachte keine Aufschlüsse darüber. Erst ein DNA-Abgleich konnte zumindest ein Rätsel lösen – jenes der Identität. Beim Toten handelt es sich um einen 30-jährigen Innsbrucker!
Seit Herbst spurlos verschwunden
Der Mann galt seit dem 5. September des Vorjahres als vermisst. „Bisherigen Erkenntnissen zufolge stellte dieser seinen Pkw im Osten Innsbrucks ab und ist seitdem nicht mehr erreichbar“, hieß es damals. Sämtliche Erhebungen der Polizei verliefen im Sand. Ende Oktober setzten die Ermittler vom Landeskriminalamt Tirol ihre Hoffnung auf eine Öffentlichkeitsfahndung und veröffentlichten ein Lichtbild des Abgängigen.
Doch auch diese Maßnahme blieb erfolglos. Das Bangen für die Angehörigen und Freunde ging weiter – ehe sie am späten Donnerstagnachmittag von der Polizei vom Tod des 30-Jährigen in Kenntnis gesetzt wurden.
Fremdverschulden kann definitiv nicht ausgeschlossen werden.
Chefermittler Philipp Rapold
Vom Vermissten- zum Mordfall?
Die Todesursache ist aber nach wie vor ein Rätsel und „weiter völlig unklar“, wie Chefermittler Philipp Rapold Freitagfrüh zur „Krone“ sagte. Aufgrund des Zustandes der sterblichen Überreste – die Leiche war stark verwest und teilweise sogar schon skelettiert – konnte diese bislang nicht geklärt werden.
„Die Ermittlungen laufen und wir ermitteln weiterhin in jede Richtung“, betonte Rapold weiter. Der (Kriminal)-Fall bleibt also weiter rätselhaft. Letztlich könnte er auch noch zum Mordfall werden. Denn: „Fremdverschulden kann definitiv nicht ausgeschlossen werden“, so Chefermittler Rapold abschließend.
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