Instinktfußballer Muharem Huskovic will bei Hartberg unter seinem Ex-Trainer Manfred Schmid zurück zur alten Stärke finden. Sein Horror-Unfall von 2022 ist für Austrias Leihgabe aus Krems kein Thema mehr.
Diesen Hartberg-Zugang schreckt so leicht nichts mehr! Sehr sympathisch stellte sich gestern Austria-Leihgabe Muharem Huskovic, der Freitag (18) im Cup-Viertelfinale gegen Stripfing auf seine TSV-Premiere brennt, den Fragen der „Krone“. Noch immer unvergessen ist der schreckliche Autounfall des 21-jährigen trickreichen Instinkt-Kickers aus Krems im Oktober 2022, der laut durch die heimische Medienwelt gehallt war. „Muki“ und seine Freundin mussten aus dem brennenden Wrack gerettet werden – zwei Kreuzbänder sind gerissen und nach einem Milzriss musste er in ein künstliches Koma versetzt werden.
„Diese Unfallgeschichte ist für mich abgehakt“, zieht der neunfache U21-Teamspieler, der zehn Europacupspiele (mit zwei Treffern gegen Warschau) am Buckel hat, einen Schlussstrich unter die Causa, „in den letzten eineinhalb Jahren habe ich mir aber bei der Austria schwer getan.“
Weil zu Malone, Prelec und Fitz möglicherweise noch ein weiterer Angreifer geholt wird, ergriff „Muki“ die Chance, bei seinem alten Trainer, unter dem er 26 seiner 73 Spiele für die Veilchen gemacht hatte, wieder zu alter Form zu kommen: „Mit Manfred Schmid, Cem Sekerlioglu und Mark McCormick ist ja fast das gesamte Team da, mit dem wir mit der Austria Dritter geworden sind. Ich denke, dass mir das weiterhelfen wird. Ich möchte wieder dorthin, wo ich schon einmal war und dann in bester Verfassung zur Austria zurückkehren.“
„Ein Team ohne Egoisten“
Die Hartberger Mannschaft, von denen er Prokop, Havel, Demir, Scherf, Hofer und Omoregie von Austria oder dem U21-Team kennt, sagt ihm sehr zu: „Das sind Superkicker, da wird Fußball gespielt und nicht nur blind nach vorne geschlagen. Das Schönste ist, dass da kein Ego dabei ist, alle sind lieb und nett, so etwas hab ich bisher noch nicht erlebt.“
Seine Freizeit verbringt Muki, dessen Bruder Edin bei der Vienna kickt, gerne mit Freundin und Familie, er geht auch gerne ins Kino: „Aber hauptsächlich dreht sich alles um Fußball, das ist Plan A in meinem Leben.“
„Wir brauchen uns vor keinem zu verstecken“
Seine Ziele mit Hartberg? „Wir haben eine Superchance, uns im Cup fürs Halbfinale zu qualifizieren und in Folge fürs Finale. Und fürs obere Play-off. Mit dieser Mannschaft brauchen wir uns vor keinem zu verstecken – ich kann das aus meiner Austria-Zeit beurteilen.“
Stripfing? „Ein unangenehme junge Truppe, die auch Rapid besiegt hat. Ich kenne einige Spieler, aber unser Kader ist stärker und wir sollten gewinnen.“
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