"Krone": Wie geht es Ihnen?
Ivana Pranjic: Ich habe Schnittwunden an den Armen, Abschürfungen durch den Gurt und eine Gehirnerschütterung erlitten. Ich werde ein paar Tage im Spital bleiben müssen.
"Krone": Woran erinnern Sie sich?
Pranjic: Ich wohne und arbeite in Scheifling und bin am Montag den ganzen Vormittag bei meiner Mutter in Teufenbach gewesen. Wie jedes Jahr habe ich mir an meinem Geburtstag freigenommen.
"Krone": Wann sind Sie gefahren?
Pranjic: Das war so gegen 13.30 Uhr. Eine Freundin hat angerufen und wollte sich mit mir in der 'Arena' in Judenburg zum Essen treffen. Also bin ich losgefahren.
"Krone": Weit kamen Sie nicht.
Pranjic: Nein. Ich erinnere mich nur daran, dass vor mir irgendetwas auf der Fahrbahn gelegen ist, ein Radfahrer oder vielleicht auch ein totes Reh. Ich hab mein Auto verrissen - ab diesem Zeitpunkt weiß ich nichts mehr.
"Krone": Wann kamen Sie zu sich?
Pranjic: Das war gegen 22 Uhr im Spital. In welchem Krankenhaus ich war, habe ich natürlich nicht gewusst.
"Krone": Sie haben knapp überlebt.
Pranjic: Ja, ich hatte wohl viele Schutzengel. Und meinen braunen Plüschbären, denn er war mein Glücksbringer. Vermutlich treibt er jetzt in der Mur. Vielleicht bekomme ich ihn ja zurück.
"Krone": Wie geht's jetzt weiter?
Pranjic: Wenn ich wieder daheim bin, feiere ich meinen Geburtstag nach. Ich habe nur knapp überlebt, aber ich lebe! Das ist ein überwältigendes Gefühl. Schade nur, dass mein Auto kaputt ist. Ich hab's zum 18. Geburtstag gebraucht gekauft.
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