Offiziell vorgestellt

Peter Stöger in Köln: “Hier bin ich genau richtig”

Sport
14.06.2013 14:13
"Ich bin hier genau richtig, das ist in allen Bereichen der nächste Schritt für mich" – mit seiner offiziellen Präsentation im Geißbockheim des 1. FC Köln hat die Ära Peter Stöger in der Domstadt endgültig begonnen. Am Freitag um 13 Uhr wurde der Wiener vor der versammelten Presse als neuer Chefcoach des ambitionierten deutschen Zweitligisten vorgestellt. Und Stöger machte keinen Hehl daraus, dass er an sich und seinen neuen Klub glaubt: "Die Bundesliga ist das Ziel!" Dort Fuß fassen zu können, sei sein großer Wunsch.

Ob dieses Ziel, der Aufstieg in die Bundesliga schon in der nächsten Saison erreicht werden könne, wollte er aber nicht mit Bestimmtheit sagen. Er konnte jedenfalls nicht ausschließen, dass die bereits in der heurigen Saison knapp an den Aufstiegsrängen vorbeigeschrammten "Geißböcke" vielleicht auch noch das eine oder andere weitere Jahr in Liga zwei festhängen.

"Stelle mich gerne schwierigen Aufgaben"
Dass der Druck auf ihn vor allem in der Medienstadt Köln deswegen enorm werden könnte, bereite ihm jedenfalls keine Sorgen: "Ich stelle mich gerne schwierigen Aufgaben, das macht den Reiz des Trainergeschäfts aus." Fünf, sechs andere Teams sieht Stöger jedenfalls als Gegner im Kampf um den Aufstieg an. Die Duelle mit dem 1. FC Kaiserslautern von Ex-Sturm-Coach Franco Foda dürften etwas Besonderes werden: "Franco, ich freu' mich", meinte Stöger.

Seinem neuen Dienstgeber und dessen Fans streute der Wiener jedenfalls einmal Rosen: "Alles, was ich bisher gesehen habe, hat eine andere Dimension als in Österreich." Eine große Überraschung sei das für ihn zwar nicht gewesen, da er von den früher einmal in Köln engagierten Toni Polster und Hans Krankl bereits positiv eingestimmt worden war.

Stögers erstes "Kölsch" war in Ordnung
"Wenn die sich wohlgefühlt haben, wird mir das auch gelingen." Ob ihm beim Wohlfühlen in Zukunft auch das traditionelle Kölner Bier, das "Kölsch", helfen wird, scheint übrigens durchaus möglich zu sein. Stöger in die Journalistenrunde lachend: "Es war in Ordnung."

Genereller: "In meinem Zukunftsplan als Trainer war immer verankert, dass, wenn ich die Möglichkeit habe, in die deutsche Bundesliga zu kommen, ich sie wahrnehmen werde", sagte Stöger. "Mir ist es in den letzten Tagen nicht wahnsinnig gut gegangen. Das ist eine unangenehme Situation, wenn man nicht mitverhandeln kann. Jetzt geht es mir aber gut."

Freilich, auch in der Stunde des offiziellen Beginns seiner Tätigkeit als Köln-Trainer konnte und wollte Stöger den Rückblick auf seine Austria nicht missen. Die Austria sei ein toller Klub und vor allem ein Verein, der in Österreich sehr weit oben anzusiedeln ist. Den "Veilchen" Spieler "wegzunehmen" und ebenfalls an den Rhein zu holen, plant der Meistermacher allerdings nicht.

Causa Schmid noch nicht entschieden
Dass Stöger seinen Co-Trainer von der Austria, Manfred Schmid, gerne nach Köln mitnehmen würde, verhehlte er im selben Atemzug zwar nicht, aber: "Es sind noch Gespräche zu führen, aber wir verfallen jetzt nicht in Aktionismus." Die Entscheidung habe Zeit.

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