Messi und sein Vater sollen vorgetäuscht haben, die Werberechte des Weltstars an Firmen abgetreten zu haben, die ihren Sitz in lateinamerikanischen Steuerparadiesen wie in Belize und Uruguay haben. Um die spanischen Steuerbehörden zu täuschen, hätten diese Firmen Geschäftsverträge mit anderen Scheinunternehmen in Großbritannien oder der Schweiz geschlossen.
Papa Messi als Triebfeder des Betruges?
Die Initiative zur Umgehung des spanischen Fiskus sei dabei von Messis Vater ausgegangen, meint die Staatsanwaltschaft. Dieser habe nach den Ermittlungen der Behörde im Jahr 2005, als der Fußballer noch minderjährig war, die Schaffung einer ersten Scheinfirma in die Wege geleitet.
Die Staatsanwaltschaft legt dem Barcelona-Star und dessen Vater Steuervergehen zur Last, die nach dem Strafgesetzbuch mit Haftstrafen zwischen zwei und sechs Jahren geahndet werden können. Außerdem müsste nach dem Gesetzbuch der doppelte bis sechsfache Betrag der hinterzogenen Summe an das Finanzamt gezahlt werden.
Messi: "Haben kein Verbrechen begangen"
Messi wies die Vorwürfe zurück. "Wir haben kein Verbrechen begangen", gab der Argentinier via Facebook bekannt. Er sei ebenso wie sein Vater von den Vorwürfen "überrascht" und habe davon erst aus der Presse erfahren. "Wir haben immer unsere steuerlichen Pflichten erfüllt und uns an die Ratschläge unserer Steuerberater gehalten." Die Berater seien nun beauftragt worden, die Situation zu klären.
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