"Wir wünschen uns natürlich, dass die Mannschaft zusammenbleibt, also auch der Trainer. Dann wollen wir in der Champions-League-Qualifikation für Aufsehen sorgen", erklärte Stürmerstar Philipp Hosiner, der unmittelbar vor der Krönung zum Torschützenkönig steht. Die Austria möchte nicht nur Hosiner, sondern vor allem auch Meistermacher Stöger um praktisch jeden Preis halten.
"Wir wollen die Mannschaft zusammenhalten. Und wir wollen Stöger langfristig binden, egal wer kommt", meinte Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer, der von einer "Jahrhundertchance" auf das Erreichen der Champions League sprach. "Verlangen kann man die Champions League von einem österreichischen Klub nie, aber dieser Mannschaft ist es zuzutrauen", sagte Kraetschmer.
"Champions League wäre natürlich der Höhepunkt"
Und Kraetschmer ist sich sicher, dass Stöger sein Standing bei den Wienern nicht so leichtfertig aufgeben wird: "Wir wollen niemandem die Chance verbauen, aber Stöger weiß, was hier entstehen kann." Die Champions League ist also der große Traum der Austrianer, Thomas Parits erklärte aber das Erreichen der Gruppenphase der Europa League zum realistischen Ziel. "Die Champions League wäre natürlich der Höhepunkt. Wir wären aber auch mit dem Erreichen der Europa League zufrieden", meinte Austrias Sport-Vorstand.
Dafür muss die Austria "nur" eine Runde in der Qualifikation der Champions League überstehen. Die winkende Teilnahme ist für Kapitän Manuel Ortlechner "der springende Punkt", warum er glaubt, dass das Gerüst des Teams zusammenbleibt.
"Wenn es sich einer verbessert, wird ihm keiner böse sein"
"Dadurch überlegt es sich der eine oder andere sicher noch mehr. Aber völlig unverändert, das gibt es bei keinem Verein der Welt. Die Chance, dass das Gerüst bleibt, sehe ich jedoch schon sehr hoch. Die Spieler, die jetzt im Rampenlicht stehen, wissen schon, dass es eine Art Dankbarkeit gibt", glaubt Ortlechner. "Wenn es sich einer sportlich und finanziell verbessert, wird ihm keiner böse sein, das ist Teil des Spiels. Aber ich glaube nicht, dass einer einen Schnellschuss machen wird", meinte der Austria-Kapitän.
Die Austria hat bis dato viermal vergeblich versucht, in die Champions League zu kommen, Endstation war gegen FC Brügge (1992/93), FC Barcelona (1993/94), Marseille (2003/04) und Benfica Lissabon (2006/07).
Nach der Partynacht von Mittwoch auf Donnerstag standen die Austrianer bereits am Donnerstag um 15 Uhr wieder auf dem Trainingsplatz. Schließlich wollen sie auch am Sonntag auswärts gegen den entthronten Champion Salzburg bestehen und vor allem dann am Donnerstag im Cupfinale gegen Pasching das Double fixieren.
Offizielle Meisterfeier am Dienstag
Dazwischen steigt am Dienstag ab 16 Uhr im großen Stil auf dem Wiener Rathausplatz die offizielle Meisterfeier. Der Platz wird dabei nicht nur in Violett, sondern vor allem auch in Gelb erstrahlen. Denn die frisch produzierten, in Gelb gehaltenen Meistershirts erfreuen sich großer Beliebtheit. Die ersten 3.000 Leiberl waren nach dem verwandelten Matchball gegen Mattersburg am späten Mittwochabend innerhalb weniger Minuten ausverkauft.
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