Dass die SPÖ-regierte Gemeinde Schönau an der Triesting seit Jahren Mitgliedsbeiträge an den Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband zahlt, stößt auf Kritik. Die Genossen in St. Pölten finden nichts dabei – obwohl sie bei der Mitgliedschaft einer Landesgesellschaft beim ÖVP-Wirtschaftsbund gereizt reagiert hatten.
Wohl jedes zahlende Mitglied ist Interessensverbänden in Zeiten wie diesen willkommen. In den Fokus geraten ist diesbezüglich jetzt die Gemeinde Schönau an der Triesting. Denn die Kommune im Bezirk Baden überweist seit 2013 Mitgliedsbeiträge an den Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband (SWV).
Sogar Debatte im Landtag
Das ist bemerkenswert, weil just die SPÖ im Februar dieses Jahres mit großer Geste im Landtag – man richtete sogar eine Anfrage an Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner – darüber gewettert hatte, dass die Landesverkehrsgesellschaft NÖVOG Mitglied beim Wirtschaftsbund der ÖVP war. Die Zahlung der Mitgliedsbeiträge wurde damals übrigens nach entsprechender Rechnungshof-Kritik eingestellt.
Der Verband hat Familien unterstützt. Mehr sag‘ ich da nicht dazu!

Brigitte Lasinger (SPÖ) , Bürgermeisterin von Schönau an der Triesting
Bild: SPÖ
Bürgermeisterin ist wortkarg
In Schönau indes erklärt Ortschefin Brigitte Lasinger (SPÖ): „Der Verband hat Bürgern geholfen.“ Auf Nachfrage, wobei, reagiert sie unwirsch: „Da sag’ ich nichts mehr dazu.“ Und die Landes-SPÖ betont: Im Gegensatz zu Wirtschaftsbund und ÖVP bedeute eine Mitgliedschaft beim SWV keine SPÖ-Zugehörigkeit.
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