Die Versuchungen lauern derzeit gleichsam an jeder Straßenecke. Vor allem Zuckerkranke sollten jedoch auf ihren Speiseplan und den Zuckerkonsum achten. Verzicht auf Schlemmereien fällt trotzdem allen schwer. Es gibt aber Tricks, um „leichter“ zu naschen. Schließlich dürfen alle die „stille Zeit“ auch kulinarisch genießen.
Punsch, Kekse, gebrannte Mandeln – die kulinarischen Verführungen in diesen Wochen sind groß. Für Menschen mit Diabetes, die beim Genießen Kohlenhydrate und Kalorien im Blick behalten müssen, ist der Advent daher herausfordernd.
In kleinen Mengen naschen
Das eine oder andere Keks zu essen, ist für OÄ Dr. in Petra Wolfinger, Leiterin der Stoffwechselambulanz am Ordensklinikum Linz (OÖ) kein Problem. „In der Ernährungspyramide stehen Süßigkeiten ganz oben als kleinste Gruppe. Man darf sie natürlich konsumieren, aber eben in kleinen Mengen.“
Konkret rät die Expertin, statt fünf besser nur zwei Kekse zu essen. „Verbote machen wir nicht. Wir raten dazu, nur die Hälfte der angegebenen Zuckermenge aus einem Rezept zu verwenden. Zudem ist es hilfreich, statt Weizen-, Roggen- oder Vollkornmehl zu verwenden.“ Für Kochen, Backen oder das Süßen von Getränken können Diabetiker auch auf Süßstoffe zurückgreifen. Sie liefern so gut wie keine Kalorien und beeinflussen den Blutzucker nicht.
Mehr Bewegung einbauen
Typ-2-Patienten sollen dem höheren „Zuckerschub“ überdies mit mehr Bewegung wie zum Beispiel ausgiebigen Spaziergängen oder vermehrten Trainingseinheiten entgegenwirken.
Generell gilt es, darauf zu achten, dass der aufgenommene Zucker langsamer in die Blutbahn übergeht. Im Speziellen eignen sich hierfür vor allem Vollkornprodukte. Diese sind reich an Ballaststoffen. Das bedeutet, dass sie dazu beitragen können, die Verdauung zu regulieren. Darüber hinaus können ballaststoffreiche Lebensmittel länger satt halten und Heißhungerattacken reduzieren.
Tauschen statt verzichten
Butter oder Schmalz lassen sich gegen backfeste Diätmargarine austauschen. Rührteige gelingen auch mit Pflanzenölen sehr gut. Ersetzen Sie dabei 100 Gramm Butter durch 80 Gramm Öl. Möchten Sie trotzdem nicht auf den Buttergeschmack verzichten, geben Sie einige Tropfen Butteraroma in den Teig.
Dunkle Schokolade bevorzugen
Hilfreich, um den akuten „süßen Gusto“ zu befriedigen, ist laut Ärztin für Menschen mit Diabetes dunkle Schokolade. Diese enthält wesentlich mehr Kakaoanteil und ist damit nicht nur gesünder, sondern auch das Sättigungsgefühl setzt schneller ein.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.