Aufregendes F1-Jahr

Ein „Außerirdischer“ drückte seinen Stempel auf

Formel 1
09.12.2024 06:36

Lando Norris sicherte mit seinem Triumph in Abu Dhabi McLaren den Konstrukteurs-WM-Titel. 2024 stand aber ganz im Zeichen von Max Verstappen.

Mit dem Triumph von Lando Norris und dem damit verbundenen Konstrukteurs-Titelgewinn von McLaren ging auf dem Yas Marina-Circuit von Abu Dhabi die denkwürdige Saison 2024 zu Ende.

Ein Jahr, das herausragende Leistungen auf der Piste brachte, aber auch hinter den Kulissen für sehr viel Zündstoff und heiße Diskussionen sorgte. Oft dabei im Mittelpunkt stand das österreichisch-britische Rennteam rund um den nun bereits vierfachen Weltmeister Max Verstappen ...

  • Nach einem Traumstart mit sieben Siegen in den ersten zehn Rennen deutete alles auf eine erneute Superdominanz des „Ober-Bullen“ Verstappen hin.
  • Rund um den Grand Prix von China aber sollte sich das Blatt drehen. Motorsportchef Dr. Helmut Marko: „Wir sind in der Entwicklung irgendwo falsch abgebogen.“
  • Verstappen aber zeigte auch in dieser schwierigen Phase, dass er der beste Pilot der „Königsklasse“ ist. Der „fliegende Holländer“ holte auch mit einem schwächelnden RB20 stets das Maximum und krönte seine Vorstellung mit einem der spektakulärsten Fahrten in der Geschichte der Formel 1. Bei äußerst widrigen Wetterbedingungen triumphierte Verstappen in São Paulo von Startplatz 17 aus. Dr. Marko: „Das war das beste Rennen, das ich je von Max gesehen habe!“
Max Verstappen
Max Verstappen(Bild: AFP/APA/Giuseppe CACACE)
  • Neben den sportlichen Schwierigkeiten sorgte auch der sogenannte Sex-Skandal um RB-Teamchef Christian Horner für unzählige Negativ-Schlagzeilen. Horner wurde von einer Angestellten „unangemessenes Verhalten“ vorgeworfen. Ein Machtkampf entbrannte, kurze Zeit sah es sogar danach aus, dass Dr. Marko das Team verlassen muss. Doch auch hier hielt Verstappen den Laden zusammen, stellte sich demonstrativ hinter seinen Mentor und meinte: „Wenn Helmut gehen muss, dann werden wir ein Problem haben.“
  • Aber nicht Verstappen verließ das Team, sondern Superdesigner Adrian Newey und Sportchef Jonathan Wheatley. „Natürlich schmerzt der Abgang von Newey sehr. Wir reden hier vom besten Designer der Formel 1. Er wusste stets auf auftretende Schwierigkeiten hervorragend zu reagieren“, so Dr. Marko.
  • Für tagelanges Kopfschütteln sorgte auch die Schimpfwort-Debatte, ausgelöst durch eine Strafe der FIA gegen Verstappen, nur weil dieser sein Auto als „sch“ bezeichnet hatte.
  • Mit einem Jubel- und Feiersturm endete das Jahr für das wiedererstarkte McLaren-Team. „Dieser Marken-Pokal bedeutet alles für uns“, strahlte Geschäftsführer Zak Brown, der sich auch über die ersten GP-Siege von Norris und Oscar Piastri freuen durfte.
  • Das Ende der längsten Fahrer-Team-Beziehung (zwölf Jahre) wurde zwischen Mercedes und Lewis Hamilton, der noch einmal sein Heimrennen in Silverstone gewinnen konnte, vollzogen. Teamchef Toto Wolff: „Lewis hinterlässt ein Vermächtnis, das über unseren Sport hinausgeht.“ 2025 macht „King Lewis“ mit dem Ferrari Jagd auf Max, den Außerirdischen!
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