Seine Truppe ist nach dem peinlichen Ausscheiden gegen den luxemburgischen Vertreter Düdelingen zum Europacup-Auftakt nach dem 1:2 am Dienstag zu Hause im Cup gegen den Regionalligisten Pasching neuerlich die Lachnummer Österreichs. Schmidt war trotzdem bemüht darauf hinzuweisen, dass seine Mannschaft auf dem richtigen Weg sei. "So weh diese Niederlage gegen einen unterklassigen Gegner auch tut, wir werden jetzt sicher nicht alles über den Haufen werfen", sagte der Deutsche.
"Wir haben in diesem Jahr dieses eine Spiel verloren"
Verständlich, wenn man bedenkt, dass die Cup-Pleite die erste Pflichtspiel-Niederlage der Salzburger im Jahr 2013 war, in der Meisterschaft sind sie etwa schon 15 Runden ungeschlagen. "Wir haben in diesem Jahr dieses eine Spiel verloren, deshalb ist nicht alles schlecht", betonte der 46-Jährige. Vor allem da seine Truppe in der Meisterschaft noch die Möglichkeit habe, so viele Punkte (76/Saison 2009/10) und Tore wie noch nie in der Red-Bull-Ära zu holen. "Ich bin überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte Schmidt.
Die Partie gegen Pasching wurde vom Salzburger Trainerteam noch einmal genauestens analysiert. "Ich glaube nicht, dass es an der Erfahrung liegt, wir haben ja auch Nationalspieler am Platz gehabt", erinnerte Schmidt. Allgemein verteidigte Salzburgs Coach seine Entscheidung die Startelf gegenüber der letzten Meisterschaftspartie an sieben Positionen verändert zu haben. "Die Mannschaft, die auf dem Platz war, hatte eine richtig gute Qualität. Die muss nicht nur so ein Spiel gewinnen, sondern alle Chancen haben, Meister zu werden", nahm Schmidt seine Kicker in die Pflicht.
"Fehlende Verantwortungsbereitschaft Grund für Niederlage"
Vor allem die Spieler aus der zweiten Reihe hätten sich mehr in den Vordergrund spielen müssen. "Die Spieler sollen, wenn sie gebraucht werden, selber den Wagen ziehen und nicht nur mitfahren", forderte Salzburgs Trainer. Die fehlende Verantwortungsbereitschaft sei ein Grund für die Niederlage gewesen. "Wenn man die klar bessere Mannschaft auf dem Platz hat und verliert, muss man schauen, woran es gelegen hat, ob man etwa noch mehr Spieler braucht, die Verantwortung übernehmen", sagte Schmidt.
Vor allem im Hinblick auf die im Sommer anstehende Champions-League-Qualifikation werden sich Sportdirektor Ralf Rangnick, Schmidt und Co. also noch viele Gedanken machen, was die Personalpolitik betrifft. Durch den langfristigen Ausfall von Isaac Vorsah wegen seines Kreuzbandrisses müssen sich die "Bullen" plötzlich auch das Abwehrzentrum noch einmal genau anschauen. Mit den fünf Innenverteidigern, Vorsah, Christopher Dibon, Rodnei, Franz Schiemer und Martin Hinteregger wäre man laut Schmidt eigentlich etwas überbesetzt gewesen. "Durch den Vorsah-Ausfall haben wir jetzt eine neue Situation", sagte Schmidt. "Wir müssen alles in Ruhe überdenken." Im Falle der Fälle würde aber in jedem Fall nur ein Spieler kommen, der dem Klub auch wirklich weiterhilft.
Walke fällt verletzt bis Saisonende aus
Übrigens: Im Saisonfinish müssen die "Bullen" auch auf Tormann Alexander Walke verzichten. Der 29-jährige Deutsche zog sich im Freitagstraining einen Seitenbandeinriss im linken Knie zu und fällt damit rund sechs Wochen aus. Damit ist der 19-jährige Deutsche Thomas Dähne nun die Nummer zwei hinter dem schwedischen Einser-Goalie Eddie Gustafsson.
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