Anfang Mai hatte der frühere Stürmerstar von Real Madrid, den es einst aus Argentinien nach Spanien zog, in einem Interview der Zeitung "El Mundo" angekündigt, dass er seine Managerin Gina Gonzalez heiraten wolle. Doch seine fünf Kinder können der späten Liebe wenig abgewinnen.
Ihren Antrag begründeten sie damit, dass sich die körperlichen und geistigen Fähigkeiten des Vaters in den vergangenen Monaten deutlich verschlechtert hätten. Sie beantragten auch "vorbeugende Maßnahmen zum Schutz des Vermögens". Mit anderen Worten: Sie fürchten, dass Vaters Geld bei Gina landet.
Gina Gonzales "voll ehrlicher Zuneigung"
Die in Costa Rica geborene Juristin war vor drei Jahren in Di Stefanos Leben getreten, einige Jahre nach dem Tod seiner Ehefrau Sara 2005. Gonzalez arbeitete als Stipendiatin der Stiftung Real Madrid und vergötterte die Fußballlegende. Ihre Verteidiger versichern, dass es sich um eine Frau voll ehrlicher Zuneigung handle, die in den harten Jahren Gefährtin, Pflegerin und Vertrauensperson für Di Stefano war. Seine Tochter Nina, die bei Di Stefano lebte und im Dezember starb, habe sich um ihn gekümmert. Aber Gina habe ihn begleitet und unterhalten.
Auf der anderen Seite - mit den fünf verbliebenen Kinder an der Spitze - stehen diejenigen, die meinen, dass die Frau das Idol nur ausnutzen wolle. Real Madrid verweigerte ihr sogar zunächst den Zugang zur Ehrentribüne. Aber dann habe der Verein nachgegeben, weil Di Stefano drohte, ohne Gina nicht mehr zu den Spielen zu kommen, schrieb die Tageszeitung "El Pais".
Di Stefano: "Ich heirate, weil ich das will"
"Die Kinder sind in großer Sorge wegen der wirtschaftlichen Interessen ihres Vaters. Sie fürchten, dass mit der Heirat das ganze Vermögen in die Hände dieser Frau fällt", berichtete "La Informacion". Aber Di Stefano wies das zurück. "Ich heirate, weil ich das will und schon acht Jahre Witwer bin", sagt der Senior, der früher mit den "Königlichen" von 1956 bis 1960 fünfmal in Folge Meistercup-Sieger wurde. "Ich bin verliebt, und ich habe ein junges Herz."
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.