Die Anfangsphase stand noch ganz im Zeichen der Schweden, die mit einem 1:0 über die Schweiz ins Turnier gestartet waren. In den ersten zehn Minuten übten die Skandinavier großen Druck aus und kamen auch zu zwei guten Gelegenheiten. Dann aber bekamen die Österreicher die Partie in den Griff und es entwickelte sich eine Partie ohne zwingende Möglichkeiten auf beiden Seiten.
Starke Schlussphase des ÖFB-Teams blieb unbelohnt
Kurz nach der Pause führte eine Unachtsamkeit zum Rückstand der ÖFB-Auswahl: Nach einem Corner "durfte" Suljic aus kurzer Distanz unbedrängt einköpfeln (44.). Die Österreicher ließen sich dadurch jedoch nicht beirren und schafften durch Zivotic nach Vorarbeit von Lazaro schon fünf Minuten später den Ausgleich. Die Schlussphase stand dann klar im Zeichen des rot-weiß-roten Teams. Ein Grbic-Freistoß ging an die Stange (65.), außerdem vergaben Lercher (66.), Ripic (72.), Zivotic und Peric (jeweils 78.) Chancen auf den Sieg.
Stadler: "Wer weiß, was dieser Punkt noch wert ist"
Teamchef Stadler trauerte nach dem Schlusspfiff jedoch nicht dem Sieg nach, sondern freute sich über den Punktgewinn. "Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen. Wir waren zwar am Anfang nervös, haben aber vor allem am Ende dominiert. Obwohl wir aus dem Nichts in Rückstand geraten sind, haben wir sofort die richtige Antwort gegeben. Und am Schluss war es ein Spiel auf ein Tor, mit ein bisschen mehr Glück und Cleverness hätte es zum Sieg gereicht", so der Coach. "Wer weiß, was dieser Punkt noch wert ist."
Theoretisch ist für die Österreicher vor dem letzten Gruppenspiel gegen die Schweiz am Samstag (16.30 Uhr) sowohl das EM-Halbfinale als auch die WM-Qualifikation noch möglich. "Aber wir werden jetzt nicht zu rechnen beginnen. Unser Ziel kann nur sein, dass wir die Schweiz schlagen", stellte Stadler klar. Die Top-2 der Gruppe qualifizieren sich für das EM-Semifinale, die Top-3 des Pools lösen das Ticket für die U17-WM vom 17. Oktober bis 8. November in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
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