Hat der 38-jährige Familienvater seinen Kindern wirklich das Martyrium des Missbrauches angetan? – Diese Frage hätte am Freitag am Landesgericht in Klagenfurt geklärt werden sollen. Doch der Prozess wirft immer mehr Fragen auf. Denn die Familie stellt sich schützend vor den 38-Jährigen.
„Er war gut zu den Kindern“, beteuert die Ex-Frau des Angeklagten, der aufgrund zahlreicher Anschuldigungen als „Monster-Vater“ seit Monaten in Klagenfurt in U-Haft sitzt. Der 38-jährige Akademiker soll seine vier Kinder misshandelt und die neunjährige Tochter sogar vergewaltigt haben. Doch der älteste Sohn zieht alle Vorwürfe zurück: „Er hat uns nie geschlagen und meine Schwester sicherlich nicht missbraucht!“ Der 14-Jährige beschuldigt die Kurzzeitfreundin des Papas, ihn und die Geschwister zu den massiven Falschaussagen angestiftet zu haben. „Ich hatte Angst vor ihr“, erklärt er das Motiv.
„Ich wollte nur helfen“
Gar so furchteinflößend wirkt die derart belastete 35-Jährige aber zumindest bei der Videoeinvernahme aus Rumänien nicht: „Ich wollte nur helfen“, sagt sie. „Hätte ich mich nur nicht eingemischt!“ Für den Schöffensenat unter Richter Gernot Kugi ist die Wahrheitsfindung in dem verworrenen Fall nicht einfach. Daher wurde der Prozess vertagt.
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