Wie auch immer die Koalitionsverhandlungen im Bund ausgehen, SPÖ-Chef Andreas Babler ist jetzt schon unser Vizekanzler der Schmerzen. Wieso? Das lesen Sie hier...
Dass man mit der von Politikern abgesonderten heißen Luft die Energiekrise mit einem Schlag lösen könnte, ist hinlänglich bekannt – das Blabla selbst ernannter Volksvertreter als effektivste alternative Heizform. Wie uninteressant das Geschwätz von gestern tatsächlich ist, hat selten jemand so schnell gestanden wie nun Babler.
Bewiesen in einem Interview im „Standard“. Dort wird folgende Frage gestellt: „Im Wahlkampf hatten Sie gesagt, dass Sie ,mit dieser ÖVP‘ nicht koalieren wollen. Wie hat sich die Volkspartei seither verändert?“ Bablers Antwort: „Das habe ich in der Wahlkampfsituation gesagt. Jetzt geht es um Verantwortung.“ Heißt dechiffriert: Nerven Sie mich nicht mit dem Gebrabbel von gestern! Bablers Wahlkampfversprechen – so gewichtig wie eine Kolibri-Feder.
Damit würde der SPÖ-Chef gekonnt in die Fußstapfen seines möglichen Vorgängers Werner Kogler treten. Auch der hatte einst über die „türkise Schnöseltruppe“ geschimpft, nur um sich dann besonders liebevoll an sie zu kuscheln. Koglers großes Glück: Die meisten seiner zurechtgebogenen Wahrheiten haben sich so gut hinter den Schachtelsätzen-Wänden seines Rhetorik-Labyrinths versteckt, dass die meisten Österreicher sie überhören mussten.
Andreas Babler – als Witzekanzler unser Kasperl der Woche.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.