Sprang über Tirol ab
US-Senator würdigt Militärspion, der Nazis bekämpfte
Mayer wuchs nach Angaben aus den Militärarchiven als Sohn geflohener deutscher Juden in den USA auf. Im Krieg schloss er sich der US-Armee an und wurde wegen seiner Deutschkenntnisse für die geheime Mission "Greenup" ausgewählt.
Kurz vor Kriegsende sprang er mit dem Fallschirm hinter feindlichen Linien ab und half bei der Organisation des österreichischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Unter anderem soll er über Funk Informationen weitergegeben haben, die zur Bombardierung und vorübergehenden Blockade des Brennerpasses führten.
Nazi-Folter widerstanden
Durch Verrat wurde Mayer von den Nazis gefasst. Er widerstand jedoch der Folter und verhandelte laut den Angaben mit den Militärkommandanten der Wehrmacht in Innsbruck, um sie zu einem kampflosen Rückzug aus der Stadt zu bewegen. Damit habe er viele Todesopfer bei einer Schlacht um die Stadt vermieden, heißt es in dem Brief Rockefellers.
Mayer lebt heute in Charles Town im US-Bundesstaat West Virginia. "Herr Mayer ist nun 92 Jahre alt und ein sehr bescheidener Mensch, der nicht mit seinen Leistungen in Kriegszeiten prahlt. Glücklicherweise bedeutet diese Bescheidenheit aber nicht, dass seine Geschichte verloren gegangen ist", schreibt Rockefeller, der wie Obama der Demokratischen Partei angehört. Er plane eine Feier zur Würdigung Mayers und lade auch den US-Präsidenten dazu ein, so Rockefeller. "Ein Brief von Ihnen, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, würde dieses Ereignis unvergesslich machen."
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