Vorletzter Akt rund um die „Operation Aderlass“ bei der Nordischen Ski-WM 2019 in Tirol: Vor dem Innsbrucker Landesgericht musste eine estnische Langlauflegende Platz nehmen.
Das Video von Ex-Langläufer Max Hauke, der bei der Nordischen Ski-WM im Tiroler Seefeld mit der Nadel im Arm von Dopingjägern überrascht wurde, schockierte 2019 nicht nur die Sportwelt.
Kasache (37) mit Visa-Problemen
Fast sechs Jahre nach der Razzia, die unter dem klingenden Namen „Operation Aderlass“ bekannt wurde, hätte am Montag der letzte Akt im Doping-Skandal stattfinden sollen. Doch ein damals wegen Blutdopings festgenommener Langläufer (37) blieb dem Prozess in Innsbruck aufgrund von Visa-Problemen fern. Der Kasache lebt derzeit in Moskau.
Die Tür zum Zimmer war immer offen und jeder konnte es benutzen.
Der Angeklagte Andrus Veerpalu
Zimmer für Blutdoping zur Verfügung gestellt?
Auf der Anklagebank nahm dafür aber eine estnische Langlauflegende Platz. Der heute 53-jährige Andrus Veerpalu – zweifache Olympiasieger und zweifacher Weltmeister – soll in Seefeld, wo er als Betreuer dabei war, sein Zimmer zur Durchführung des Blutdopings zur Verfügung gestellt haben.
„Richtig beigetragen habe ich dazu nicht. Aber die Tür zum Zimmer war immer offen und jeder konnte es benutzen“, rechtfertigte sich der Ex-Langlaufstar, der in einer Nacht- und Nebelaktion kurz zuvor für einen Sportler auch an einer Autobahnraststation in Oberösterreich einen Doping-Wirkstoff abgeholt hatte.
Außergerichtliche Einigung mit Geldbuße
Nach Beratung mit seiner Anwältin übernahm Veerpalu dann aber die volle Verantwortung und kam mit einer Geldbuße von 700 Euro davon.
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