Der Frühpensionist aus Kalsdorf im Bezirk Graz-Umgebung war krank und hatte panische Angst vor Viren und Bakterien, teilte die Landespolizeidirektion Steiermark am Mittwoch mit. Er lebte seit 14 Jahren zurückgezogen in der kleinen Wohnung. Kontakt zu Nachbarn hatte er offenbar kaum. Oft sei er wochenlang nicht gesehen worden, weshalb anderen Mietern in dem Mehrparteienhaus lange nicht auffiel, dass er vermutlich seit Weihnachten tot in seiner Wohnung lag.
Wohnung hermetisch abgedichtet
Erst als der Postkasten überging, schalteten die Nachbarn die Behörden ein. Nachdem die Feuerwehr die Tür geöffnet hatte, entdeckte sie am Küchenboden die Leiche des 44-Jährigen. Der Mann hatte alle Fenster und Ritzen mit Klebeband abgedichtet, vermutlich um Viren fernzuhalten.
Bis zu 50 Grad Celsius
Zudem waren sowohl eine Herdplatte als auch Radiatoren eingeschaltet, weshalb es in der Wohnung bis zu 50 Grad Celsius hatte, sagte die Polizei. Die Wärmeabstrahlung sei sogar vor der Tür im Stiegenhaus wahrnehmbar gewesen. Verwesungsgeruch konnte jedoch wegen der Klebebänder nicht nach außen dringen. Eine Obduktion zur Klärung der Todesursache wurde angeordnet.
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