Die Freundin des Wolfsbergers Vizebürgermeisters wurde mit seiner Unterschrift in eine leitende Funktion befördert. Das sorgt bei der Opposition für viel Unmut. Sie ortet sogar Postenschacherei.
Ärger bahnt sich im Wolfsberger Rathaus an. Dort soll es zu einer äußerst fragwürdigen Personalentscheidung gekommen sein. Nachdem Bürgermeister Hannes Primus (SP) aus gesundheitlichen Gründen die Amtsgeschäfte an seinen Vizebürgermeister übertragen hatte, soll dieser per Dienstanweisung prompt seine Lebensgefährtin in eine leitende Position befördert haben.
Nicht nur diese Entscheidung sorgt für gehörigen Unmut: Nach der Beförderung ist der Vize auch direkter, politischer Vorgesetzter der leitenden Sachbearbeiterin.
„Diese schamlose Ausnutzung der Situation ist nicht nur unethisch, sondern wirft auch ernsthafte Fragen zur Befangenheit auf“, kritisiert Stadträtin Isabella Theuermann (FP).
Ich war in diesen Prozess nicht eingebunden, sondern habe lediglich in Vertretung des Bürgermeisters den Akt unterfertigt.
Vizebürgermeister Alexander Radl
Vize wehrt sich gegen Anschuldigungen
„Dieser amtsinterne Vorgang erfolgte durch die Personalabteilung und Amtsleitung in Absprache mit dem Bürgermeister“, betont Alexander Radl gegenüber der „Krone“. Zudem habe er den jeweiligen Akt nur in Vertretung des Bürgermeisters, der aus gesundheitlichen Gründen seine Funktionen an Radl übertragen hat, unterzeichnet. „Es war keine ungerechtfertigte Bevorteilung oder Benachteiligung und schon gar kein ,Postenschacher‘ damit verbunden“, erklärt Radl weiter.
All die Anschuldigungen seien nur haltlose Unterstellungen der Opposition und hätten nichts mit dem Naheverhältnis des Vizebürgermeisters und der Sachbearbeiterin zu tun.
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