So früh wie Alonso ist noch kein Rennfahrer zum Formel-1-Titel gerast. Bei seinem ersten Titelgewinn 1994 war der siebenmalige Weltmesiter Schumacher bereits 25 Jahre und 314 Tage alt gewesen. Der Brasilianer Emerson Fittipaldi, der zuvor als jüngster Formel-1-Weltmeister in den Rekordbüchern stand, holte sich 1972 seinen Titel im Alter von 25 Jahren und 273 Tagen. Alonso machte in Sao Paulo sein Meisterstück mit 24 Jahren und 58 Tagen.
Schon beim Start des 17. Saison-Rennens zeigte der Spanier jene Qualitäten, die ihn im Verlauf der Saison ausgezeichnet und stark gemacht haben. Auf dem welligen Berg- und Talkurs war er der Konkurrenz von der Pole-Position zunächst davon gefahren, ging dann aber ganz auf Nummer sicher.
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Montoya rast zum Sieg
Nachdem sich beim Start die beiden BMW-Williams des Brasilianers Antonio Pizzonia und von Mark Webber (Australien) sowie der Red-Bull von David Coulthard (Schottland) gegenseitig von der Strecke befördert hatten, neutralisierte das Safety-Car das Feld. Beim fliegenden Neustart hielt sich der Spanier zurück und überließ Montoya im zweiten Silberpfeil die Führung, die der Kolumbianer dann nicht mehr abgab.
Räikkönen auf Platz zwei
Auf den 71 Runden spulte Alonso sein Pensum routiniert ab. In der 23. Runde kam er erstmals an die Box. Nach der ersten Tankrunde lagen dann die Silberpfeile in Führung, doch Alonso hielt den für den Triumph notwendigen dritten Platz und verschaffte sich zudem gehöriges Sekundenpolster auf Schumacher. Auch beim zweiten Halt an der Box blieb alles beim Alten. Räikkönen kam knapp hinter seinem Teamkollegen zurück auf die Strecke und blieb hinter ihm.
So war Alonso nach den 305,909 Kilometern am Ziel seiner Träume. Vor den letzten beiden Rennen in Japan und China hat er 117 Punkte auf seinem Konto. Räikkönen liegt uneinholbare 23 Zähler zurück. Montoya und Schumacher (je 60) kämpfen um Platz drei. Die Marken-WM wird zwischen McLaren-Mercedes und Renault entschieden.
Keine Punkte für Klien
Der als Sechster aus der dritten Reihe gestartete Österreicher Christian Klien (Red Bull) wurde Neunter und blieb damit ohne WM- Punkt.
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