„Who the f*** is Haaland?“ Österreichs Fankurve ließ es sich nicht nehmen, Norwegens Superstar per Sprechchor zu verhöhnen. Es kommt nicht oft, eigentlich nie, vor, dass man den besten Stürmer der Welt derart ratlos erlebt. Immerhin: Der Stürmer von Manchester City entschuldigte sich nach dem 1:5 gegen das ÖFB-Team.
Es war bezeichnend, dass Haaland seine Teamkollegen nach dem fünften Gegentor auf dem Platz versammelte, um noch größere Schäden zu verhindern. „Danach haben sie aufgehört zu attackieren“, erkannte ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick. Dem Norwegens Journalisten trotz mehrmaligen Nachfragens auch keine Kritik an der Solbakkens-Truppe entlocken konnten: „Für mich gehören sie zu den aufregendsten Teams in Europa.“ Und Haaland? Der sei nicht sein „Problem“.
Der Superstar erzürnte nämlich seine Landsleute, weil er in den Linzer Katakomben – abgeschirmt von einem Bodyguard – alle Interviews verweigerte, wortlos in den Mannschaftsbus stapfte. Nicht, dass der 24-Jährige oft spricht, aber nach so einem Debakel hätten sich die Norweger von ihrem Kapitän erwartet, dass er sich „stellt“.
„Sorry an alle“
Erst in den sozialen Medien meldete sich Haaland dann doch noch zu Wort, entschuldigte sich: „Sorry an alle, das war zu schlecht von mir. Im November holen wir uns dann sechs Punkte.“
Die Kritik in Norwegens Medien war aber vernichtend, sie reichte von „Demütigung für die Geschichtsbücher“ (Aftonbladet) über“Verspottet in Europa“ (Dagbladet) bis hin zu „Einfach nur peinlich“ (Verdens Gang).
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