Inter-Trainer Simone Inzaghi hat am Mittwoch im Zuge der Ermittlungen wegen mafiöser Machenschaften im Mailänder San Siro vor der Polizei ausgesagt. Dies berichteten Quellen der Nachrichtenagentur Reuters. Gegen Inzaghi werde aber nicht ermittelt, er wurde als Zeuge einvernommen.
In der vergangenen Woche hatte die italienische Polizei 19 Hooligans von AC Milan und Meister Inter Mailand festgenommen. Verstrickungen zwischen Hooligan-Gruppen und der Mafia werden vermutet.
Druck auf die Vereine
Im 568-seitigen Haftbefehl berichtete die Staatsanwaltschaft, dass Inters Ultra-Boss mit Inzaghi kurz vor dem Champions-League-Finale 2023 telefoniert hat. Dabei soll es um mehr Karten für Fans gegangen sein.
Laut Staatsanwaltschaft gab es Absprachen und Druck auf die Vereine, um insbesondere den Weiterverkauf von Tickets zu überhöhten Preisen in den Fankurven zu kontrollieren. Diese Geschäfte seien auch mit der kalabresischen Mafia Ndrangheta geteilt worden. Der Verein von Marko Arnautovic hat angekündigt, mit den Behörden zu kooperieren.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.