Red Bull Salzburg – Ried 2:2
Die bunt zusammengewürfelten Hausherren taten sich schwer, ins Spiel zu finden, deutlich optisch überlegen waren die "Bullen" aber dennoch. Hinteregger schlüpfte in die Rolle des Antreibers, der 20-Jährige, dessen Vertrag am Freitag bis 2018 verlängert wurde, vergab aber die ersten Salzburger Möglichkeiten (6., 11., 23.).
Die Salzburger Misere perfekt machte die Rieder Effizienz, die Gäste gingen nämlich in der 22. Minute mit ihrem ersten Torschuss in Führung. Mit einem blitzschnellen Konter entblößten die Rieder die linke Salzburger Abwehrseite, die Flanke von Clemens Walch vollendete der Ex-Salzburger Meilinger volley zum 1:0 ins Tor.
Kurz vor der Pause gelang den Salzburgern der Ausgleich. Bei einem Lochpass von Alan, der erstmals seit seinem Kreuzbandriss in der Anfangself stand, hob Andreas Schicker das Abseits auf, Soriano umkurvte Ried-Goalie Thomas Gebauer und stellte souverän auf 1:1 (42.). Für den Spanier war es Saisontreffer Nummer 19, der führende Austrianer Philipp Hosiner hat noch sechs Tore Vorsprung. Bei der letzten Aktion vor dem Pausenpfiff streifte ein Kopfball von Hinteregger über die Latte (45+2.).
Die knapp 6.000 Fans stellten sich nach dem Wechsel auf ein Salzburger Offensivfeuerwerk ein. Doch stattdessen folgte für die Hausherren die nächste kalte Dusche. Meilinger zirkelte den Ball zum 2:1 ins linke Eck (52.) und machte damit seinen Doppelpack perfekt. Salzburgs Versuche, dem Spiel eine Wende zu geben, waren zumeist ideen- und harmlos. Hinteregger packte schließlich die Brechstange aus und stellte mit einem Flachschuss auf 2:2 (81.). Zum im Titelkampf bitter nötigen Siegtreffer reichte es aber nicht mehr, ein Soriano-Freistoß schrammte an der linken Stange vorbei (92.).
Rapid Wien - Admira Wacker 1:1
Vorne fehlten bei Rapid die zündenden Ideen, hinten regierte die Unsicherheit, vor allem bei Standard-Situationen. So gab es für Segovia nach Freistoßflanke von Schick (10.) und für Ouedraogo nach einem Eckball (21.) gute Kopfball-Chancen. Ebenfalls im Zuge eines Corners traf Ebner per Fallrückzieher die Latte (39.). Außerdem prüfte Segovia mit einem Weitschuss Königshofer (16.).
Die Gastgeber wurden nur zu Beginn und am Ende der ersten Hälfte wirklich gefährlich. Bereits nach wenigen Sekunden flog ein Kopfball des Ex-Admiraners Sabitzer nur knapp am langen Eck vorbei, kurz vor dem Pausenpfiff wehrte Macho einen Schuss von Wydra ans Außennetz ab. Nach dem darauffolgenden Eckball konnte Burgstaller den Ball aus kurzer Distanz nicht im Tor unterbringen.
Nach dem Seitenwechsel schien sich für Rapid doch noch alles zum Guten zu wenden, als Pichler mit einem sehenswerten Schuss ins Kreuzeck zum 1:0 traf (53.). Die kalte Dusche folgte aber schon vier Minuten später: Schick setzte sich auf der rechten Seite durch und der Ball kam auf Umwegen zu Ouedraogo, der zum 1:1 einschoss und beim Torjubel mit einem Bierbecher beworfen wurde.
Danach gab es eine kurze Rapid-Drangphase, die nach Chancen für Sabitzer (60./Volley daneben) und Burgstaller (61./Macho parierte) jedoch schnell wieder vorbei war. In der 74. Minute hatten die Grün-Weißen bei einem Schwab-Kopfball an die Stange neuerlich Glück, auf der Gegenseite scheiterte der eingewechselte Alar an Macho (81.).
Nach dem Schlusspfiff entlud sich der Ärger der Rapid-Fans in einem gellenden Pfeifkonzert. Bereits während des gesamten Spiels hatten die Zuschauer ihrem Unmut über den Vorstand in Sprechchören Ausdruck verliehen, dafür wurde Hans Krankl lautstark gefeiert.
Sturm Graz – Wacker Innsbruck 3:2
Der SK Sturm kommt auf Touren. Nach schwachem Frühjahrsstart feierten die Grazer am Samstag zu Hause mit einem 3:2 gegen Wacker Innsbruck den zweiten Sieg in Serie und stießen auf den dritten Tabellenrang vor. Für Wacker bedeutete die dritte Niederlage in Serie hingegen den Rückfall auf den letzten Platz, den die Tiroler nach der 26. Runde nun punktegleich mit Wiener Neustadt und der Admira einnehmen.
Kapitän Jürgen Säumel stellte die Weichen für Sturm mit einem Doppelpack in der 21. und 68. Minute auf Sieg. Für die nach Gelb-Rot für Julius Perstaller (76.) dezimierten Gäste gelang Roman Wallner (79.) dann der zwischenzeitliche Anschlusstreffer. Sturms Joker Imre Szabics stach jedoch mit seiner ersten Ballberührung (81.), ehe die nun einen Zähler vor Rapid liegenden Grazer nach Innsbrucks zweitem Treffer durch Christian Schilling in der 90. Minute noch einmal kurz zittern mussten.
WAC - Wiener Neustadt 1:1
Der Erfolgslauf des WAC ist ins Stocken geraten. Der Aufsteiger musste sich vor eigenem Publikum gegen den SC Wiener Neustadt nach Treffern von Jacobo (2.) beziehungsweise Ramsebner (89.) mit einem 1:1 (1:0) zufriedengeben, ist aber dennoch im Frühjahr weiter ungeschlagen und holte aus sieben Frühjahrspartien 15 Punkte. Die Niederösterreicher wiederum gaben die Rote Laterne an Wacker Innsbruck ab.
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