Manfred Schöchl gilt als echter Experten für Schiffsbau. Durch die „Krone“ ist er auf Schiffsbastler „Pani“ wieder aufmerksam geworden. Der Bastler befindet sich im Wettlauf mit der Zeit. Am kommenden Dienstag schon könnte der Traum von seiner letzten Reise auf See platzen.
Seit Ende der 1980er-Jahre kennen sich Arnold „Pani“ Panholzer und Schiffbauer Manfred Schöchl schon. „Pani“, der 81-jährige Bastler, werkt ja bereits seit knapp 20 Jahren an seinem eigenen Segelschiff. Die „Krone“ hat berichtet.
Schon früher mit Tipps versorgt
Die Berichte in der Zeitung haben Manfred Schöchl hellhörig werden lassen. Mehrmals seit „Pani“ mit seiner „Lady Moorea“ begonnen hat, hat der Schiffsbauexperte dem Bastler Tipps gegeben – sogar eine Polyester-Maschine soll er ihm einmal geliehen haben, damit er den Rumpf verkleiden kann.
„Das ist schon verrückt“
Nun trafen sich die beiden auf Initiative der „Krone“ wieder. Schöchl, seit 45 Jahren im Schiffsbau tätig. Der Profi, dessen Werft in Mattsee rund 100 Schiffe pro Jahr baut. Die Firma, die heuer erneut ein Boot auf den Markt gebracht hat, das für den European Yacht Award nominiert ist – den Oskar der europäischen Bootsindustrie. Und Manfred Schöchl, der Bootsliebhaber, der den leidenschaftlichen Bootsbauer „Pani“ erneut mit Tipps unterstützt. Schnell sind die beiden im Experten-Gespräch.
„Also, das ist schon verrückt“, sagt Schöchl bei seinem Besuch. „Das Boot sieht super aus. Die Details, die Ausführung, die Liebe, die drinnen steckt. Viel fehlt nicht mehr! Hier und da noch ein paar Kleinigkeiten.“ Schöchl sieht den Bastler „Pani“ im Finale der Arbeiten. Er ist durchaus begeistert von dem Segelboot, das für wilde Gewässer gebaut ist.
Am Dienstag könnte schon Schluss sein
„Pani“ will in die Südsee. Nach wie vor hofft er, sein Schiff in der Werkstatt fertigstellen zu können, um endlich in See stechen zu können. Der Traum droht zu platzen. Der neue Eigentümer, ein Erbe des Vorbesitzers, will ihn nicht weiter werken lassen. Eine Halle zu mieten, schafft er mit seiner Pension nicht.
Der Wettlauf mit der Zeit hat begonnen. Kommenden Dienstag muss er die Halle räumen. „Das schaffe ich nie, so schnell etwas Neues zu finden. Ich will das Schiff nur fertig bauen – dafür brauche ich eineinhalb Jahre“, ist der 81-Jährige verzweifelt und sieht seinen Traum davonsegeln.
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