Durch eine großzügige Mitgift wird Abel Deluc (Benoît Magimel) zur Heirat mit Rosalie (Nadia Tereszkiewicz) gedrängt, ohne sie je gesehen zu haben. In der Hochzeitsnacht folgt der Schock: Rosalie leidet an Hirsutismus, einer extremen Körperbehaarung, die alle in die Flucht schlägt. Lesen Sie hier unsere Kino-Kritik zu dem Historien-Drama „Rosalie“.
Durch eine beträchtliche Mitgift von Rosalies Vater wird der künftige Schwiegersohn Abel Deluc (Benoît Magimel) dazu gebracht, die Ehe mit dessen Tochter einzugehen, ohne diese davor gesehen zu haben. Der Grund dafür offenbar sich in der Hochzeitsnacht der Frischvermählten: Rosalie (Nadia Tereszkiewicz) leidet an Hirsutismus, einer extrem starken Körperbehaarung, die alle abstößt.
Als sie gar beschließt, ihr Gesicht nicht mehr zu rasieren, stürmen die Gaffer Abels Gastwirtschaft. Aus Sensationsgier wird bald Hass auf das als abartig Wahrgenommene.
Das Porträt einer Frau, die sich gängigen Schönheitsidealen entzieht: Regisseurin Di Giusto ließ sich von einem historisch dokumentierten Fall einer Dame mit Bart in Lothringen zur Zeit der Belle Époque inspirieren. Ihr großartig besetzter Film erzählt von femininer Selbstermächtigung im Klima des ausklingenden 19. Jh.s und spart nicht an Tragik: In dem ortsansässigen Textilfabrikanten (Benjamin Biolay) findet Rosalie ihren intriganten Judas.
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