„Krone“-Kino-Interview

„Beetlejuice“: „Verrückt, großartig, perfekt!“

Unterhaltung
17.09.2024 12:00

Ganze 36 Jahre hat es bis zur Fortsetzung gedauert. Nun läuft „Beetlejuice Beetlejuice“ mit großem Erfolg im Kino. Mit der „Krone“ sprachen Gruselmeister Tim Burton und Hauptdarsteller Michael Keaton über die Rückkehr der beliebten Figur.

„Krone“: Warum hat es 36 Jahre gedauert, bis Sie die „Beetlejuice“-Fortsetzung gedreht haben?

Tim Burton: In den letzten Jahren war ich von der Filmindustrie etwas desillusioniert. Zumal man mit dem Älterwerden manchmal von seinem Pfad abgetrieben wird. Und ich hatte mich etwas verloren. Der einzige Weg für mich zurück in die Branche war, einen Film drehen zu dürfen, der völlig von Herzen kam. Und genau das hat mir „Beetlejuice Beetlejuice“ ermöglicht. Dieser Film hat sich für mich anders angefühlt als alle anderen zuvor. Emotionaler und bedeutender. „Beetlejuice Beetlejuice“ hat mir die Chance gegeben, wieder das zu machen, was ich liebe – mit Leuten, die ich liebe.

Aus dem Originalfilm mit dabei ist auch Winona Ryder, für die Fortsetzung neu dazugekommen ist ...
Aus dem Originalfilm mit dabei ist auch Winona Ryder, für die Fortsetzung neu dazugekommen ist „Wednesday“-Star Jenna Ortega.(Bild: © 2023 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved.)

Mr. Keaton, Sie haben „Beetlejuice“ einst als ein Kunstwerk bezeichnet, das man an die Wand hängen könnte.

Michael Keaton: Weil es zu 100 Prozent eine eigene Welt ist, die Tim kreiert hat. Oft werden Filminhalte von früheren Filmen inspiriert. Nicht „Beetlejuice“, dieser Film ist einfach einzigartig.

„Beetlejuice Beetlejuice“ hat viel weniger computergenerierte Spezialeffekte als heutzutage üblich. Weil Sie so den Vibe aus dem ersten Teil beibehalten wollten?

Burton: Ich war halt nur pragmatisch und wollte, dass es schnell geht und die Schauspieler genau wussten, wie die Szene abläuft. Wenn man Dinge hinterher digital einfügt, geht für mich die Stimmung verloren. Deshalb haben wir auch mal improvisiert und dann auch einfach eine Puppe aus einem Antiquitätenladen gekauft, sie auseinandergerupft, und fertig war die Szene. Sie werden mich auf jeden Fall nicht für einen Oscar für Special Effects nominieren (lacht).

Mr. Keaton, wie ist es, mit dem legendären Tim Burton als Regisseur zu arbeiten?

Normalerweise weiß man ziemlich genau, wie ein Film abläuft, wenn man das Drehbuch gelesen hat. Doch bei Tim ist es wie ein Blindflug. Du weißt nicht, wo die Reise hingeht. Deshalb hatte ich auch noch nie so viel Spaß dabei, mir einen Film anzuschauen, in dem ich selbst mitspiele.

Wenn Sie „Beetlejuice Beetlejuice“ in wenigen Worten zusammenfassen müssten ...

Keaton: Dann wären diese: verrückt, großartig und perfekt!

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