Feuerwehr, Rettung, Öffis, Schulen – Krisenmanagement ganz ohne Panikmodus. Lage stabil, aber angespannt. Und das sagen die Wiener zur Krise.
Wenn Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) und Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) zwei Wochen vor der Nationalratswahl nach einer Lagebesprechung friedfertig zu einer gemeinsamen Pressekonferenz laden, dann weiß man: Es ist Krise. „Wien kann Hochwasser“, so Ludwig am Montag. „Auch weil vor vielen Jahren gegen massiven politischen Widerstand der Hochwasserschutz aufgebaut wurde.“ Nehammer: „Der Bund stellt alle Mittel aus dem Katastrophenfonds zur Verfügung. Dieser ist aktuell mit 300 Millionen Euro gefüllt.“
Ganz ohne Panikmodus
Tatsache ist: Wiens Krisenmanagement hat während der Flutkatastrophe vorbildlich und ohne Panikmodus funktioniert. Nur ein paar Beispiele:
gibt es in Wien. Sie sind nun gesperrt, da durch die Unterspülung des Bodens die Gefahr umstürzender Bäume besteht.
Wir sind ein Familienunternehmen, da muss man ran. Ich brauche eine Stunde länger zur Arbeit, aber die Stadt hat das Bestmögliche gemacht.

Clarissa V., Bekleidungsgestalterin (26)
Bild: Lukas Zimmer
Die Intervalle bei den Öffis sind heute merkbar länger. Aber das ist eine außergewöhnliche Situation, da muss man Toleranz und Geduld aufbringen.

Otto N., Pensionist (85)
Bild: Lukas Zimmer
Ich bin ohne eine Sekunde Verspätung aus dem Burgenland gekommen, alles perfekt. Ich finde, die Stadt hat das gut gemanagt, ich kann mich nicht beschweren.

Robert W., Pensionist (70)
Bild: Lukas Zimmer
Ich bin ein wenig spät dran. Wir haben ein Mail bekommen, dass alle Mitarbeiter aus Niederösterreich ins Homeoffice dürfen und die Wiener ins Büro sollen.

Ahu T., Büro-Fachkraft (35)
Bild: Lukas Zimmer
Ich bin nur wegen eines Arzttermins unterwegs. Bei meiner Route – U1 und D-Wagen – hat sich nichts geändert, deshalb weiß ich gar nicht, was wo überall gesperrt ist.

Susanne L., Pensionistin (64)
Bild: Lukas Zimmer
Sonst komme ich mit dem Zug in die Stadt, heute aber mit dem Bus. Das hat eineinhalb Stunden gedauert. Es ist eben ein Unwetter, was soll die Stadt da groß machen?

Adrian S., Student (25)
Bild: Lukas Zimmer
Sicher ist: Wien ist bisher gut durch die Krise gekommen, doch es gibt noch einige Einschränkungen. Bisher wurden in Wien zehn Menschen leicht verletzt. Die meisten durch herabfallende Äste. Daher hat man sich im Krisenstab darauf geeinigt, die mehr als 1000 Parks in Wien vorübergehend für die Öffentlichkeit zu schließen.
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