Die schwere Verletzung des deutschen Eishockey-Profis Mike Glemser, der seit einem Check gegen die Bande gelähmt ist, hat ein gerichtliches Nachspiel. Der 26-Jährige hat seinen Gegenspieler verklagt.
Bei einem Auswärtsspiel seines Klubs Rosenheim beim SC Riessersee im Februar 2023 war Glemser von Verteidiger Jan-Niklas Pietsch von der Seite gecheckt worden und krachte mit dem Kopf voraus in die Bande. Er brach sich dabei zwei Halswirbel und lag zehn Tage lang im Koma. Seit damals ist Glemser vom Hals abwärts gelähmt.
In einem Interview mit der „Bild“-Zeitung wenige Wochen nach dem tragischen Unfall hatte der 26-Jährige noch betont, dass sich sein Gegenspieler „überhaupt keine Vorwürfe machen“ müsse. „So ein Check gehört zum Sport dazu. Es ist einfach passiert, und wir müssen das Beste daraus machen.“
Über 800.000 Euro Streitwert
Nun hat Glemser aber beim Landgericht München eine Klage auf Schmerzensgeld gegen Pietsch eingereicht. Gefordert werden 650.000 Euro, zuzüglich zu einem Feststellungsantrag, dass der Verteidiger von Riessersee für alle eventuell zu erwartenden Folgeschäden aufkommen muss. Der Gesamtstreitwert der Klage beläuft sich auf 822.000 Euro.
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