Der morgige Sonntag steht in Rudersdorf ganz im Zeichen der Bürgermeisterwahl. Ein knappes Rennen zwischen Patrick Kainz (ÖVP) und David Venus (SPÖ) bahnt sich an. Mit Spannung wird das Ergebnis erwartet.
Die Wahl kam überraschend. Gegen den früheren Bürgermeister der 2200-Einwohner-Marktgemeinde mit dem Ortsteil Dobersdorf war von der Polizei zu Ostern ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen worden.
Ortschef trat zurück
Auslöser war ein heftiger Streit mit seiner Frau im Gasthaus. Der ÖVP-Ortschef hatte betont, dass es nur ein „Schubser“ gewesen sei, zog nach dem Vorfall allerdings die Konsequenzen und trat zurück.
ÖVP zuversichtlich
Jetzt geht ÖVP-Gemeindevorstand Patrick Kainz ins Rennen um das Bürgermeisteramt. Der Polizist und Abschnittskommandant der Feuerwehr im Bezirk Jennersdorf will verstärkt die Bevölkerung in alle Vorhaben einbinden. Hochwasserschutz, Straßensanierungen und Betriebsansiedlungen im Businesspark der S7 zählen zu seinen Schwerpunkten.
SPÖ höchst motiviert
Für die SPÖ will David Venus punkten, vormals erster Vizebürgermeister und seit April der interimistische Ortschef. Der Hochwasser- und Katastrophenschutz soll verbessert, leistbarer Wohnraum geschaffen werden. Venus will alle Generationen ansprechen: „Jüngere achten auf eine gute Bildung sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Älteren geht es um Unterstützung im Alltag und einen Pflegestützpunkt im Ort.“
Alles ist offen
Am vorgezogenen Wahltag gaben bereits 17 Prozent der Bevölkerung ihre Stimme ab. Am morgigen Sonntag fällt die Entscheidung. Bei der Bürgermeisterwahl 2022 sind 56,3 Prozent an die ÖVP gegangen, 43,7 Prozent an die SPÖ.
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