Nach 304. Derby

Stöger skeptisch: ‘Remis wäre absolut okay gewesen’

Sport
18.02.2013 11:27
"Ein Remis wäre absolut in Ordnung gewesen, obwohl wir lange in Überzahl waren" - die Austria ist unter den Augen ihres skeptischen Trainers Peter Stöger mit meisterlicher Effizienz in die Frühjahrssaison der tipp3-Bundesliga gestartet. Angesichts des 2:1-Sieges im 304. Wiener Derby gegen Rapid rückte am Sonntag die mäßige Leistung der "Veilchen" in den Hintergrund.

"Das war der nächste Schritt zum Titel", frohlockte Doppeltorschütze Philipp Hosiner. Der Austria-Goalgetter schloss damit nahtlos an seine Erfolgsserie vom Herbst an und hält nun nach 21 Runden bereits bei 23 Treffern. "Aber wer die Tore schießt, ist egal. Wichtig ist, dass wir bewiesen haben, dass wir die Form vom letzten Jahr behalten haben und auch solche Spiele gewinnen können", betonte der Burgenländer. Er sprach zudem von einem "verdienten Sieg". Dieser Ansicht wollte sich Hosiners Trainer nicht ganz anschließen. "Das Ergebnis ist für uns optimal, aber die Art und Weise, wie wir gespielt haben, ist ausbaufähig", gab Stöger zu.

Stöger von fehlender "Veilchen"-Frische nicht überrascht
Seiner Mannschaft habe es zum Frühjahrsauftakt noch an der nötigen Frische gefehlt. "Aber das war von der Trainingssteuerung her auch keine Überraschung. Wir brauchen einen langen Atem, wenn wir Meister werden wollen", sagte Stöger. Auch durch die defensive Grundformation der Austria mit Marin Leovac auf dem linken Flügel konnte Rapid vor allem in der Anfangsphase großen Druck ausüben. Dennoch rechtfertigte der Austria-Coach seine vorsichtige Aufstellung. "Leovac zu bringen, war eine Frage der Alternativen. Jun war gesperrt, Gorgon krank, Simkovic und Barazite haben noch Trainingsrückstand."

Sein Klub hat nun im Titelrennen alle Trümpfe in der Hand. Bei einem Spiel mehr beträgt der Vorsprung auf Red Bull Salzburg bereits zehn Punkte, Rapid ist mit 13 Zählern Rückstand wohl endgültig aus dem Rennen. Zum Drüberstreuen hat man bereits das zwölfte Liga-Match und das achte Derby in Folge ohne Niederlage beendet. Diese Erfolgsserien gerieten am Sonntag aber in große Gefahr, wie auch Stöger eingestand. "Wenn man nicht den besten Tag erwischt, bekommt man auch gegen zehn Rapidler Probleme, und das war diesmal der Fall. Rapid hat ein tolles Spiel gemacht. Ich war mir nie sicher, ob wir nicht noch das 2:2 kassieren würden und das Match komplett kippen könnte." 

Schöttel: "Mit elf Spielern hätten wir vielleicht gewonnen"
Rapid-Trainer Peter Schöttel konnte sich über diese Komplimente nicht freuen. "Es ist sehr enttäuschend, nach einer ansprechenden Leistung mit leeren Händen dazustehen. Diese Niederlage tut weh und ist unverdient", erklärte der 45-Jährige. "Vor dem Ausschluss waren wir besser, danach ebenbürtig. Bis zum Schluss hat man nicht gemerkt, dass wir einen Spieler weniger auf dem Platz hatten."

Branko Boskovic zeigte sich nach seinem Blackout zerknirscht. "Ich bin mit zu großen Emotionen ins Spiel gegangen", meinte der Montenegriner nach seinem verpatzten Comeback in Grün-Weiß. Nach Spielende entschuldigte sich der Mittelfeldspieler bei seinen Kollegen. "Mit elf Spielern hätten wir vielleicht gewonnen."

Dieser Meinung war auch Schöttel. "Wenn wir auf dieser Leistung aufbauen, werden wir im Frühjahr noch viele Partien gewinnen", prophezeite der Ex-Teamspieler, der weiterhin auf seinen ersten Derby-Sieg als Trainer warten muss. "Alleine deshalb hätte ich gerne gewonnen, damit ich mir vor dem nächsten Derby die diesbezüglichen Fragen erspare." Fragen nach den verbliebenen Meisterchancen beantwortete Schöttel mit aller Deutlichkeit. "Wenn man 13 Punkte hinten ist, ist der Titel kein Thema mehr." Nun gehe es darum, den Europacup-Platz abzusichern und die Cup-Trophäe zu holen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Sport
18.02.2013 11:27
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

KMM
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung