14.02.2013 19:17 |

Generalüberholung

CERN: Large Hadron Collider wird für 2 Jahre abgeschaltet

Der Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (kurz: LHC) am Kernforschungszentrum CERN nahe Genf wird für zwei Jahre abgeschaltet. Am Donnerstag wurde damit begonnen, den 26,6 Kilometer langen ringförmigen LHC nach dreijährigem Dauerbetrieb herunterzufahren, am Samstag soll er komplett abgeschaltet werden. 2015 soll die Maschine wieder in Betrieb gehen – mit einer deutlich höheren Leistung.

CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer zeigt sich sehr zufrieden mit dem Betrieb des Teilchenbeschleunigers. Die Maschine, mit deren Hilfe Protonen bei hohen Geschwindigkeiten zur Kollision gebracht wurden, um die Geschehnisse beim Urknall zu reproduzieren, aber auch die Computersysteme sowie die gesamte Infrastruktur hätten perfekt funktioniert, sagte der Physiker.

"Zudem haben wir eine große wissenschaftliche Entdeckung in der Tasche", erklärte Heuer und sprach damit die Entdeckung des Higgs-Boson (Bericht in der Infobox) an. Ohne das sogenannte "Gottesteilchen" würden nach Ansicht der Theoretiker Menschen und all die andere aus Atomen zusammengesetzte Materie im Universum nicht existieren.

Teilchenbeschleuniger wird generalüberholt
Die Betriebspause werden die Forscher für aufwendige Wartungs- und Modernisierungsarbeiten des gesamten Beschleuniger-Komplexes am CERN nutzen. Ziel der Aufrüstung am LHC ist eine deutliche Erhöhung der Energiezufuhr. Damit soll nicht nur die Entdeckung des Higgs-Teilchens bestätigt, sondern auch ein Quantensprung in der Erforschung von supersymmetrischen Teilchen und Dunkler Materie ermöglicht werden.

Der Beschleuniger soll 2015 wieder hochgefahren werden. Bis dahin werden die Physiker die bereits angehäuften Datenberge auswerten, deren Umfang demjenigen von etwa 700 Jahren hochauflösender Filmdokumente entspricht.

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