In der Nordrandsiedlung in Wien-Floridsdorf treiben einige strafunmündige Jugendliche ihr Unwesen – die Anrainer sind verängstigt. Doch Polizei und der Bezirk reagieren jetzt.
Die Nordrandsiedlung im 21. Bezirk im Norden der Stadt ist eigentlich eine ruhige Gegend. Doch seit mehreren Wochen sorgen dort strafunmündige Jugendliche, teilweise mit Migrationshintergrund, durch Vandalismus und Nötigungen für Angst.
Brennende Müllcontainer
Auch Alt-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek zeigt sich alarmiert: „Die Bewohner hier fürchten sich. Vor allem Kinder und ältere Menschen.“ Hinzu kommen regelmäßig brennende Müllcontainer, vermutlich durch Brandstiftung. Die Ermittlungen hierzu sind im Gange, so die Berufsfeuerwehr (MA68).
Bestreifung durch Polizisten massiv erhöht
Die Vorfälle im Bereich der Nordrandsiedlung und eine erhöhte Beschwerdelage in diesem Bereich ist der Wiener Polizei bekannt. Bereits seit Monaten pflegt das Stadtpolizeikommando Floridsdorf einen intensiven Austausch mit unterschiedlichen Stakeholdern , wie sozialen Einrichtungen, MA 11, der Bildungsdirektion und den Bezirksvorstehern“, heißt es dazu auf „Krone“-Anfrage.
Die Bestreifung durch Polizisten wurde deshalb massiv erhöht und die Jugendlichen in der Nordrandsiedlung stehen seit Monaten unter hohem Kontrolldruck im öffentlichen Raum, wie es gegenüber der „Krone“ heißt.
Auch der Bezirk hat reagiert. Zusammen mit den Wohnpartnern der Stadt Wien und der Grätzelpolizei wurde ein „Hofgespräch“ durchgeführt. „Tatsache ist, dass für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit die Polizei zuständig ist, aber wenn noch keine Strafmündigkeit vorliegt, müssen darüber hinaus andere Mechanismen greifen“, so Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ).
Mehr Polizisten in Floridsdorf
Es müsse die gesetzliche Möglichkeit geschaffen werden, im Rahmen eines Sozialisierungsprogrammes freiheitseinschränkende Maßnahmen für Jugendliche umzusetzen, die noch keine Strafmündigkeit erreicht haben. Der Bezirkschef spricht sich auch erneut für mehr Polizisten in Floridsdorf aus. „Ab 2025 finanzieren wir aus dem Bezirksbudget ein eigenes mobiles Fair-Play-Team, das gezielt an Hotspots zum Einsatz kommen wird, um solche Konflikte, wie wir sie jetzt erleben, vorzeitig zu erkennen und einzudämmen“, so Papai.
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