Sie waren machtlos dagegen, dass Donald Trump ohne Erlaubnis ihren Hit „My Hero“ bei seiner Wahlkampfveranstaltung spielte. Doch jetzt schlagen die Foo Fighters zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie bringen mit ihrer Aktion den Ex-Präsidenten zur Weißglut – und helfen gleichzeitig Kamala Harris.
Trump hatte den Song bei einem Auftritt in Arizona gespielt, als dessen neuer Mitstreiter Robert F. Kennedy Jr. auf die Bühne kam. Worauf Frontman Dave Grohl und seine Bandmitglieder Pat Smear, Josh Freese, Chris Shiflett, Nate Mandel und Rami Jafree auf X deutlich machten, dass sie damit nicht einverstanden waren.
Unter der Überschrift „Um es ganz klarzumachen“ postete die Band den Screenshot eines kurzen Dialogs mit einem Fan, der gefragt hatte: „Hey Foo Fighters, habt ihr Trump gestattet, ,My Hero‘ zum Vorstellen von RFK Jr. zu benutzen?“ Die kurze Antwort darauf: „Nein!“ Gefolgt von einem Statement des Managements: „Die Foo Fighters wurden nicht gefragt. Wenn, dann hätte sie die Erlaubnis nicht erteilt!“
„Ob es euch linken Bazillen gefällt oder nicht“
Als Folge wurden die Foo Fighters von Anhängern des Ex-Präsidenten auf Social Media mit hämischen Kommentaren wie „Dumm gelaufen“ oder „Unser Hero macht, was er will – ob es euch linken Bazillen gefällt oder nicht“ bombardiert. Ein Sprecher aus dem Trump-Lager erinnerte daran, dass jeder das Recht habe, Songs für öffentliche Auftritte zu nutzen – solange die fälligen Tantiemen dafür bezahlt würden.
Tantiemen klingeln nun in Kamala Harris‘ Kasse
Doch jetzt schlagen die Foo Fighters zurück und werden mit ihrer Aktion den Ex-Präsidenten sicher zur Weißglut bringen. Denn dessen Zahlung für die Lizenzrechte des Songs landet dank der Band jetzt in der Wahlkampfkasse von Kamala Harris. Ein Sprecher der Rock-Gruppe bestätigte „People“, dass die Trump-Tantiemen auf das Wahlkampf-Konto von Harris-Walz weiter überwiesen wurden.
Beyoncé soll bereits ihre Anwälte eingeschaltet haben
Die Foo Fighters sind nur die letzten einer langen Liste von Musikgrößen, mit deren Hits sich Trump ohne vorherige Absprache öffentlich geschmückt hatte. Zuletzt war er am 20. August zu den Klängen von Beyoncés „Freedom“ in Michigan aus seinem Flugzeug ausgestiegen. Die Sängerin, die eine loyale Anhängerin der Demokratischen Partei ist, soll deswegen bereits ihre Anwälte eingeschaltet haben.
Weitere Beispiele für Musiker, die dagegen waren, dass Trump mit ihren Songs Wahlkampf macht:
Elton John verlangte von Trump 2016, dass dieser nicht mehr länger seine Songs „Rocket Man“ und „Tiny Dancer“ spielt. Mit der Begründung, dass er als britischer Musiker keinen Einfluss auf US-Politik haben sollte. Stattdessen schlug er vor, nur die Musik von Trump-Anhängern zu nutzen.
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