Was für ein fulminantes Finale des Dixie & Swingfestivals im Kunsthaus Weiz: Der australische Startrompeter James Morrison sorgte gemeinsam mit der Big Band Weiz unter Reinhard Summerer von der ersten Sekunden an für ein Konzert der Superlative.
Kein Wunder, dass dieses Konzert das Publikum von den Sesseln riss, versprach der Multi-Instrumentalist (neben Trompete beherrscht James Morrison auch Posaune, Euphonium, Flügelhorn, Saxophon, Klavier und wahrscheinlich jedes andere Instrument, dass man ihm in die Hand drückt) doch schon zu Beginn „All of me“. Und hielt dieses Versprechen bis zur letzten und vehement eingeforderten Zugabe ein – von Standards wie Duke Ellingtons „Caravan“ und George Bassmans „I’m Getting Sentimental Over You“, über Klassiker von Louis Armstrong (natürlich allesamt in den originellen Arrangements des Maestro) bis hin zu Bebop, Traditionals und schließlich Eigenkompositionen, die Morrisons vielfältige Könnerschaft eindrucksvoll unter Beweis stellten.
Das Publikum verzauberte er aber nicht nur mit einem Samba, sondern auch mit seinen humorvollen G’schichterln, die er zwischen den Nummern zum Besten gab. Viel Spaß hatte er zudem mit seinen Kollegen von der fulminanten Big Band Weiz, die sich nicht selten solistisch mit Morrison in virtuose Dialoge spielten – allen voran Werner Reiter bei „No Regret“. Und als sich Morrison dann bei Armstrongs „Basin Street Blues“ trompetenspielend selbst auf dem Klavier begleitete und sich dabei musikalisch Rede und Antwort stand, gab es sowieso kein Halten mehr.
Begeisterung nicht nur beim Publikum, sondern auch beim Veranstalter des Swing & Dixiefestivals, Johannes Hödl, den nur eine Sorge plagt: „Wie soll ich das im nächsten Jahr noch toppen können?“
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