Alarmstufe Rot um die anstehenden Taylor-Swift-Konzerte in der britischen Hauptstadt! Heimische Ermittler stehen nach einem möglicherweise vereitelten Angriff in Wien im „engen Austausch“ mit ihren europäischen Kollegen. Indes verteidigt ein Star-Anwalt den jungen Bombenbastler.
Nach den nur knapp verhinderten Anschlägen auf die Taylor-Swift-Konzerte in Wien laufen die Ermittlungen der heimischen Behörden weiter auf Hochtouren. Besonders interessiert an den Erkenntnissen ist auch der britische Geheimdienst. Immerhin soll die Tour des US-Stars am Donnerstag in London fortgesetzt werden. Bei fünf Konzerten im ausverkauften Wembley-Stadion herrscht nach der Messerattacke in Southport – Ende Juli erstach ein 17-Jähriger drei kleine Mädchen bei einer Taylor-Swift-Tanzveranstaltung – und eben den Verhaftungen in Österreich entsprechend Großalarm.
Österreichs Ermittler sollen helfen
Sprengstoffhunde, Metalldetektoren, Reiterstaffeln und auch die Erkenntnisse der heimischen Spurensicherung sollen zur verstärkten Sicherheit auf der Insel beitragen. Ein Sprecher des Innenministeriums hält sich zum Austausch mit Scotland Yard, MI5 und Co. bedeckt, erklärt aber: „Wir stehen regelmäßig im engen Austausch mit allen europäischen Diensten.“ Erfahrene Ermittler sprechen vom „Dossier für London“, das unter Hochdruck angefertigt werden musste.
Zu den andauernden Ermittlungen erklärte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am Montag nur, dass sich das Bild von „Anschlagsplanung und Radikalisierung“ verfestige. Spuren in Richtung weiterer – am geplanten Terroranschlag beteiligter – Security-Mitarbeiter dürften jedoch noch keine neuen Erkenntnisse gebracht haben.
Bombenbauer erhält Top-Anwalt
Fest steht hingegen, dass der Hauptverdächtige Beran A. (19) eine gewichtige Verstärkung vor Gericht bekommen hat. Star-Anwalt Werner Tomanek übernimmt die Verteidigung des mutmaßlichen Bombenbauers aus Ternitz (NÖ). Ob sich jetzt aber die Strategie des angeblich unschuldigen Hobby-Islamisten grundlegend ändert, bleibt abzuwarten. Tomanek, der seit Jahrzehnten als Strafverteidiger aktiv ist und Hunderte mutmaßliche Schwerverbrecher vertreten hat, lässt sich noch nicht in die Karten schauen. Der erfahrene Top-Anwalt mit Kanzlei in der Wiener Innenstadt will zuerst den umfangreichen Akt ausführlich studieren, ließ er die „Krone“ wissen.
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