Noch kurz vor seinem Tod bezeichnete Albert Einstein es als seinen „größten Fehler. Nie konnte er es sich verzeihen, dass er US-Präsident Franklin D. Roosevelt in Briefen zum Bau einer Atombombe geraten hatte, um damit den Plänen der Deutschen zuvorzukommen. Er hatte an den Abschreckungseffekt geglaubt, der dem Krieg ein Ende bereiten sollte.
Diese Woche wurde in Hiroshima (6.. August) und Nagasaki (9. August) der US-Atombombenabwürfe vor 79 Jahren gedacht. Über das Unmenschlichste, was in diesen Angriffen zutage trat, die von einer Sekunde auf die andere ganze Städte dem Erdboden gleichmachten und Hunderttausenden Menschen das Leben entriss, meinte Einstein später: „Was mich erschreckt, ist nicht die Zerstörungskraft der Bombe, sondern die Explosionskraft des menschlichen Herzens zum Bösen.“
In diesem Jahr kam es in Nagasaki zu einem diplomatischen Konflikt wegen der Ausladung Israels, und viele Länder schickten daher keine Botschafter. Dabei ist das Erinnern gerade jetzt so wichtig -in einer Zeit, in der die Atomgefahr durch den immer explosiveren Nahost-Konflikt oder Russlands atomare Drohungen gegen die Ukraine größer denn je ist.
In seinem letzten Schreiben unterzeichnete der Nobelpreisträger das Russell-Einstein-Friedensmanifest, in dem es heißt: „Wir appellieren als Menschen an die Menschheit: Besinnt euch eurer Menschlichkeit und vergesst alles andere.“ Eine Hoffnung, die sich bis heute nicht erfüllt . . .
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