Während Ärztekammer und auch Bildungsminister Probleme im Gesundheitssystem sehen, jubelt die heimische Gesundheitskasse.
Der „Krone“-Bericht in Sachen Ärztemangel im Land schlägt hohe Wellen. Laut einer aktuellen Studie sind bundesweit 2100 Stellen für Mediziner unbesetzt. Im Kassenstellenbereich fehlen ebenfalls rund 300 Fachkräfte.
Während die Ärztekammer nun, wie berichtet, ein genaues Monitoring für den Verbleib der „abgängigen“ Studienabsolventen fordert, versucht die Gesundheitskasse (ÖGK) zu kalmieren: Speziell bei Kassenstellen werde laut Sprecherin die Gesundheitsversorgung stetig ausgebaut. Allein im ersten Halbjahr konnten 291 neue Vertragsärzte gewonnen werden, so das Fazit.
Ärzte und sogar Minister sehen jedoch Probleme
Der Tenor bei Betroffenen ist jedoch nicht ganz so positiv gestimmt: „Solang die Vermehrung von Vertragsungebundenen ungehemmt voranschreitet, verstärkt sich der Mangel an Vertragsmedizinern. Dafür tragen Kammer und Kasse gemeinsam die Verantwortung“, meint etwa Dr. Wolfgang Geppert, Mediziner aus Wien.
In Sachen ausländische Studenten und deren veritabler Exodus nach dem Abschluss verweist nun Bildungsminister Martin Polaschek auf eine geplante Studie der EU: „Mein Vorschlag, das Thema der Studierendenabwanderung auf europäischer Ebene intensiver zu behandeln, ist aufgegriffen worden. Zu diesem Thema folgt nun eine europaweite Studie.“
Wenigstens ein Mini-Schritt in die richtige Richtung!
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