Nein, man kann ihn auch eine Woche später noch immer nicht fassen, diesen grausamen Messer-Angriff auf fröhlich tanzende Kinder in Großbritannien. Diese Brutalität, mit der drei von ihnen aus ihrem viel zu kurzen Leben gerissen und noch weitere verletzt wurden. Seelische und körperliche Wunden, die wohl auch ihr restliches Leben prägen werden.
Doch ebenso wenig kann man die Welle an Gewalt und Hass fassen, die sich über das ganze Land zieht. Diesen rechtsextremen Sumpf, der die tragische „Gelegenheit“ ergriff, um mit wilden Spekulationen und Lügen die Menschen aufzuhetzen und zur gewaltbereiten Selbstjustiz auf den Straßen aufzurufen. Wie in so vielen anderen Ländern auch hier unter der überheblichen Anmaßung, im Namen des Volkes zu sprechen. Ein Volk, in dem sie doch nur eine verachtenswerte Minderheit sind.
Es wird randaliert, geprügelt, Steine werden geschmissen, Supermärkte, Büchereien und Polizeistationen in Brand gesetzt, Moscheen angegriffen . . . auch da bricht das Dunkelste einer Gesellschaft zutage. Steve Rotheram, der Bürgermeister der Liverpool-City-Region, twitterte ganz richtig: „Das ist kein Protest. Das ist eine Beleidigung für jene Familien, die noch trauern, und für die Überlebenden, die noch damit zu kämpfen haben, die Attacke von Montag zu begreifen.“
Und auch eine Beleidigung für die wahren Verteidiger von Werten, Demokratie und Gesellschaft!
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