Nach ihrem Erfolg im Viertelfinale des Weltergewichts gegen die Ungarin Anna Luca Hamori hat die algerische Boxerin Imane Khelif eine Medaille bereits fix in der Tasche. Es sei ein „Sieg für alle Frauen“ gewesen, jubelte die umstrittenste Olympia-Teilnehmerin in einem emotionalen Interview.
Khelif wurde am Samstagabend von zahlreichen algerischen Fans in der Box-Halle im Norden von Paris lautstark angefeuert und bejubelt. Sie schlug nach Ende des Kampfes vor Freude mit voller Wucht auf den Ringboden, salutierte und kämpfte anschließend mit den Tränen.
„Ich bin sehr stolz, hier in Paris eine Medaille für mein Land zu holen. Ich habe sehr hart gearbeitet, um hier zu sein“, beschrieb sie gegenüber „beIN SPORTS“ ihren Gefühlszustand. Emotionaler Nachsatz: „Das ist ein Sieg für alle Frauen!“

Historische Medaille
Damit äußerte sich Khelif erstmals zum Wirbel rund um ihre Person. Ihre Olympia-Zulassung hatte zuletzt zu einer aufgeheizten Geschlechter-Debatte im olympischen Frauen-Boxen gesorgt.
„Ich bin eine Frau“, soll sie laut „Telegraph“ zu einem algerischen Journalisten nach ihrem Kampf gerufen haben. Auch in den Kabinen vergoss Khelif zahlreiche Tränen. Für Algerien ist es die erste Boxmedaille bei Olympia überhaupt.
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