MS-Kranker verzweifelt

„Suche nach leistbarem Grund ist eine Odyssee“

Tirol
02.08.2024 08:33

Ein 59-jähriger Innsbrucker meldete sich verzweifelt bei der „Krone“: Er leidet unter der fortschreitenden Krankheit Multiple Sklerose (MS) und braucht mehr Wohnraum. Doch ein Grundstück ist nicht erschwinglich.

„Es ist eine wahre Odyssee und niemand konnte mir bisher helfen.“ Mit diesen Worten meldete sich Herr G. (voller Name der Redaktion bekannt) bei der „Tiroler Krone“. Der Grund für seine Verzweiflung: „Ich leide unter Multipler Sklerose (MS) und bin auch auf einen Rollstuhl angewiesen. Die Krankheit wird fortlaufend schlimmer. Wenn ich an die Zukunft denke, geht es sich mit der derzeitigen Wohnsituation leider nicht aus.“

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Ich möchte mit meiner Familie zusammenbleiben, sie unterstützt mich auch sehr.

Herr G.

Wunsch: Selbstständig bleiben
G. ist 59 Jahre alt und wohnt in Innsbruck in einer Eigentumswohnung. Der Umzug in ein Pflegeheim komme für den Tiroler nicht infrage. „Ich möchte mit meiner Familie zusammenbleiben, sie unterstützt mich auch sehr.“ Weiters schildert G., dass er aufgrund der Situation schon seit rund zweieinhalb Jahren verzweifelt einen Baugrund suche. „Bevorzugt in Innsbruck-Umgebung, es kann aber auch zwischen Telfs und Schwaz liegen. Ich brauche nämlich die Klinik in der Nähe.“ Sein Wunsch: „Ich möchte mir ein Haus mit einem getrennten Bereich für die Pflege bauen.“

Dem Staat möchte der Innsbrucker aber nicht zu sehr zur Last fallen. „Mithilfe eines Kredits ist das meiste zu stemmen“, zeigt sich G. kämpferisch.

„Parteien und auch Kirche konnten nicht helfen“
Das Problem jedoch: „Der Grund sollte rund 400 Quadratmeter groß sein. Es gibt zwar welche, aber die sind alle jenseits des Leistbaren.“ Der 59-Jährige hat laut eigenen Angaben schon alle Parteien und sogar die Kirche um Hilfe gebeten, um einen leistbaren Baugrund zu finden. „Einige waren zwar bemüht, letztendlich konnte oder wollte bisher aber niemand helfen. Ich habe bei den Bürgermeistern mehrerer Gemeinden angefragt und bei Mitgliedern der Landesregierung.“

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Der Grund sollte rund 400 Quadratmeter groß sein. Es gibt zwar welche, aber die sind alle jenseits des Leistbaren.

Herr G.

Hunderte Anrufe, jetzt Gang an die Öffentlichkeit
Mehrere hundert Anrufe habe er schon getätigt. Auch diverse soziale Einrichtungen hätten G. und seine Familie schon um Hilfe gebeten. „Bei unserem speziellen Anliegen konnten diese uns jedoch leider auch noch nicht helfen.“

Damit die Odyssee endlich ein Ende findet, entschied sich Herr G. nun dazu, seinen Fall öffentlich zu machen. „Ich hoffe, dass es dadurch vielleicht doch noch eine Lösung gibt“, zeigt sich der MS-Patient abschließend abermals kämpferisch.

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