Kein Denkmalschutz

Wien: Grünes Licht für Abriss der Erdberger Brücke

Österreich
11.01.2013 16:45
Aufatmen bei der heimischen Autobahngesellschaft Asfinag: Nach langem Tauziehen gab das Bundesdenkmalamt nun doch grünes Licht für den Abriss der Erdberger Brücke (Bild) in Wien. Wie im August 2012 berichtet, hätte ein Denkmalschutz die laufende Generalsanierung der Südost-Tangente gefährdet.

Auf diesen Bescheid hat die Asfinag sehnsüchtig gewartet: Das Bundesdenkmalamt nimmt "von der Einleitung eines Unterschutzstellungsverfahrens" Abstand. Soll heißen: Die Erdberger Brücke am Knoten Prater - mit mehr als 150.000 Fahrzeugen täglich das meistbefahrene Autobahnstück Österreichs - darf abgerissen und neu gebaut werden. 

Es war die einzigartige Schalenbauweise der Brücke, die im Vorjahr die Denkmalschützer auf den Plan gerufen hatte (siehe Infobox). Jetzt ist die laufende Generalsanierung wieder auf Schiene. "Wir können die Südost-Tangente nun wie geplant weiter in Schuss bringen und deren Leistungsfähigkeit erhöhen", so Asfinag-Geschäftsführer Alexander Walcher. Noch heuer beginnen die Vorarbeiten, ab 2016 wird die Erdberger Brücke abgetragen.

Das 1968 errichtete Bauwerk ist inzwischen schwer desolat, die Erhaltung im Sinne des Denkmalschutzes hätte zu einer Kostenexplosion geführt und die Sanierung um Monate zurückgeworfen.

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