Wer ist der mysteriöse Riki? Der mutmaßliche Täter, ein Serbe (25) schiebt den brutalen Angriff auf eine Passantin auf den Unbekannten. Doch neuen Indizien belasten ihn.
Die „Krone“ berichtete mehrfach über den Fall Treppelweg – zur Erinnerung: Eine Frau ist am 29. September 2023 aus heiterem Himmel von hinten attackiert und brutal niedergerissen worden. Sie verlor ihr Bewusstsein, erlitt massive Verletzungen mit etlichen bleibenden Narben. Nach monatelanger Fahndung konnte die Polizei dank Kommissar DNA einen Verdächtigen ausforschen: einen vorbestraften und obdachlosen Serben. Der 45-Jährige soll die Frau mit dem Rad angefahren haben, stellte ein Unfall-Experte fest.
Mutmaßlicher Täter bestreitet Vorwurf
Mit Absicht, befand die Staatsanwaltschaft und klagte wegen schwerer Körperverletzung an. Doch der Serbe gab beim Prozessauftakt Anfang Mai im Landesgericht das Unschuldslamm: „Bei Gott nein, das habe ich nicht getan.“ Seine Erklärung: „Der Riki war es.“ Mit einem roten Brecheisen, völlig grundlos. Mit „Riki“ sei er einen Tag vor der Tat in einen Imbiss eingebrochen.
Riki ist nur eine Erfindung des Angeklagten, eine reine Schutzbehauptung. Seine Erklärung belastet zudem das Opfer noch zusätzlich.
Opfer-Anwalt Stefan Rieder vom Weißen Ring
Vorname, Nachname, Adresse des ominösen Riki? Wisse er nicht. Die Richterin vertagte, um Riki ausforschen zu lassen und beauftragte neue Gutachten zu DNA-Spuren und zu den Verletzungen des Opfers.
Ergebnis: Beim Einbruch war nur die DNA vom Angeklagten und vom Würstelstandbesitzer zu finden – kein Hinweis auf Riki. Für Opfer-Anwalt Stefan Rieder steht daher fest: „Riki war nur eine Erfindung des Angeklagten.“ Der Jurist ortet eine Schutzbehauptung. Zudem heißt es in den neuen Gutachten zu den Verletzungen des Opfers: „Es liegt für immer oder für lange Zeit eine schwere Verunstaltung vor.“ Rechtlich könnte dies eine höhere Strafe bedeuten. Der Prozess dürfte bald weitergehen.
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