Clemens Unterreiner, der neue Intendant der Oper Burg Gars, brachte zum Einstand Gaetano Donizettis „L’ elisir d’ amore“ mit schwungvoller Inszenierung und großartiger Besetzung: eine in jeder Hinsicht bezaubernde Premiere!
Es ist fast nicht zu glauben, dass man in der 34-jährigen Opernfestivalgeschichte der Burg Gars noch nie Donizettis „L’ elisir d’ amore“ („Der Liebestrank“) aufgeführt hat – denn diese Opera buffa hat so circa alle Zutaten für einen idealen lauen Sommernachtsabend. Der neue Intendant Clemens Unterreiner hat das Potenzial erkannt – und das Regieduo Carolin Pienkos/Cornelius Obonya hat eine einfach herzige und überaus flotte Inszenierung in das alte Gemäuer gezaubert.
Am allermeisten jedoch begeistert ein fantastisches Ensemble, allen voran der 25-jährige Tenor Matteo Ivan Rašić, der einen entzückenden liebestrunkenen Nemorino gibt und stimmgewaltig die Herzen des Premierenpublikums erobert. In dem koketten Paarlauf an seiner Seite: Staatsopernsängerin Maria Nazarova als bezaubernde Adina mit traumhaft-strahlendem Sopran. Paolo Rumetz ist ein köstlicher Quacksalber Dulcamara, Orhan Yildiz ein stolzer Belcore – Levente Török dirigiert mit viel Gefühl im neuen Orchesterhaus. Ein rundum gelungener und vielversprechender Neustart in Gars.
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