Gefahr auf Mallorca
Plötzliche Strömung reißt Urlauber fast in den Tod
Bange Szenen auf einer der beliebtesten Urlauberinseln Europas: Rettungsschwimmer auf Mallorca haben fünf deutsche Urlauber gerade noch vor dem Ertrinken gerettet. Die Badenden wussten dabei offenbar gar nicht, in welcher Gefahr sie sich befanden.
Gleich zweimal mussten die Rettungsschwimmer am Dienstag deutsche Urlauber aus dem Wasser ziehen, wie die „Mallorcazeitung“ berichtete. Zunächst seien zwei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren am Strand Son Baulo in Can Picafort im Osten der Insel ins Meer hinausgeschwommen, teilten die Rettungskräfte mit.
Dort seien sie von einer plötzlich einsetzenden starken Strömung erfasst worden. Insgesamt vier Rettungsschwimmer hätten sie sicher an Land zurückbringen können, so das Blatt.
„… dann wäre womöglich ein Unglück passiert“
„Die Rettungsschwimmer hatten die Situation die ganze Zeit im Blick. Den Urlaubern war nicht einmal klar, dass sie in einer Notlage waren. Dabei trieb sie die Strömung immer weiter hinaus ins Meer. Hätten die Rettungsschwimmer nicht eingegriffen, wäre womöglich ein Unglück passiert“, sagt Marcos Ruiz von der zuständigen Firma Marsave.
Die Betroffenen seien dabei aber mit dem Schock davongekommen. Sie erhielten zur Sicherheit zwar aufgrund ihres hohen Pulses Sauerstoffmasken, es sei aber nicht erforderlich gewesen, zusätzlich noch die Rettung zu alarmieren, so Ruiz weiter.
Was tun bei starker Strömung im Meer?
Gerät man beim Schwimmen in eine plötzlich starke Strömungen, sollten man zunächst versuchen, Ruhe zu bewahren. Um aus der Gefahrensituation wieder herauszukommen, empfehlen Experten, parallel zum Ufer weiterzuschwimmen und sich dann langsam wieder zum Ufer zu gelangen.
Sandbank gebrochen und ins Meer gespült
An der Nordküste der Insel war dann erneut ein Eingreifen erforderlich. Ein weiterer Urlauber aus Deutschland wurde am Strand von Sa Canova gerettet worden. Auch dort wurde der Mann von einer plötzlich einsetzenden Strömung mitgerissen worden, nachdem eine Sandbank durch Wellengang gebrochen und plötzlich viel Wasser in Richtung offenes Meer zurückgeströmt war.
Zum Glück eilten ihm zwei Rettungsschwimmer zu Hilfe, die ihn trotz der heftigen Strömung wohlbehalten bergen konnten – auch er kam mit dem Schrecken davon. „Das ist ein Strand für Surfer und einer der gefährlichsten Punkte für Badegäste auf Mallorca“, so Ruiz weiter. Erst im vergangenen Jahr sei dort ein deutscher Urlauber verstorben.









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