Scheinfirmen im Visier
EU-Staaten verhängen neue Sanktionen gegen Hamas
Die EU hat am Freitag neue Sanktionen gegen die Hamas und den Palästinensischen Islamischen Jihad (PIJ) verhängt. Darunter sind etwa drei Scheinfirmen, die Finanzströme der Terrororganisation Hamas erleichtern sollten.
Zudem seien sechs Personen betroffen, heißt es in einer Mitteilung der EU-Staaten. Diese hätten sich beispielsweise daran beteiligt, die Terrororganisationen zu finanzieren oder deren gewalttätige Aktionen ermöglicht. Zu den Personen zählen ein Mitglied des Politbüros der Hamas, ein hochrangiger politischer Mitarbeiter der Hamas sowie ein PIJ-Funktionär. Ihre Vermögenswerte sollen eingefroren werden. Ihnen dürfen auch kein Geld oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus gilt für sie ein Reiseverbot in die EU.
Zwölf Personen auf Liste
Die drei betroffenen Organisationen sollen als Scheinfirmen Finanzströme der Hamas erleichtert haben. Mit dieser Entscheidung stehen nun insgesamt zwölf Personen und drei Organisationen auf der Sanktionsliste der EU. Eingeführt wurde sie im Jänner 2024 als Reaktion auf den Terroranschlag vom 7. Oktober auf Israel.
Luftangriffe im Norden
Die israelische Armee flog am Freitag nach eigenen Angaben Luftangriffe im nördlichen Gazastreifen und tötete dabei „Dutzende“ Kämpfer der Hamas. Bereits am Donnerstag hätten die Streitkräfte mit „gezielten Angriffen“ in einem Vorort der Stadt Gaza begonnen, hieß es. Dass dort Terroristen anwesend seien, hätte der Geheimdienst gewusst.
Der Krieg im Gazastreifen hat vor mehr als acht Monaten begonnen. Nach Hamas-Angaben, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, kamen bisher ungefähr 38.000 Menschen ums Leben.








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