Lange wurde darüber debattiert, ob jeder Kochlehrling in Österreich tatsächlich ein Schnitzel panieren und Schweinsbraten zubereiten können muss. Jetzt ist es fix: Ab 2025 wird es die Möglichkeit einer fleischlosen Kochlehre geben.
Nachdem sich Teile der Gastronomie und Arbeitnehmervertreter dagegen gewehrt haben wird sie nun via Verordnung umgesetzt, teilten die Grünen am Donnerstag mit. Zuvor gibt es noch eine vierwöchige Begutachtungsfrist.
Doppellehre als „Fleisch-Koch“ möglich
Die Lehrzeit soll drei Jahre betragen, auch eine Doppellehre mit der herkömmlichen Koch-Ausbildung soll möglich sein. Start für die Lehre soll der Jahresbeginn 2025 sein.
„Der Ausbildungsberuf ,vegetarische Kulinarik‘ in der Gastronomie kombiniert Elemente des traditionellen Ausbildungsberufs Koch/Köchin und passt sie an die aktuellen Lebensrealitäten an. Damit gehen wir auf die Bedürfnisse und Wünsche der Betriebe und natürlich auch der Lehrlinge ein“, betonte Elisabeth Götze, Wirtschaftssprecherin der Grünen.
Pflanzliche Alternativen nachgefragt
Mit der Umsetzung des Lehrangebots ist man durchaus am Puls der Zeit. Auch wenn die Österreicher nach wie vor starke Fleischesser sind, zeigt sich, dass in den letzten fünf Jahren der Konsum deutlich abgenommen hat.
Immer mehr Menschen setzen auf vegetarische und vegane Ernährung. Laut einer Statistik der Veganen Gesellschaft Österreich leben bereits rund 15 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher vegetarisch oder vegan.
Zugenommen hat auch die Anzahl der sogenannten Flexitarier, also jener Menschen, die ganz bewusst auf Fleisch verzichten und nur bei seltenen Gelegenheiten tierische Produkte konsumieren. Der Pro-Kopf-Verbrauch pflanzlicher Alternativen zu Milch- und Fleischprodukten nahm laut Statistik Austria massiv zu, 32 Prozent gaben im Jahr 2023 an, diese mehrfach pro Woche zu konsumieren.
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